Einrichtung in Hennef Sportschule lebt von der Gegenwart

HENNEF · Einrichtung in Hennef feiert ihren 65. Geburtstag mit vielen Gästen

 Zu den prominentesten Gästen beim Geburtstagsempfang in der Hennefer Sportschule zählten die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker (l.) und Fußballweltmeister Wolfgang Overath (M.). FOTO: HEINEMANN

Zu den prominentesten Gästen beim Geburtstagsempfang in der Hennefer Sportschule zählten die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker (l.) und Fußballweltmeister Wolfgang Overath (M.). FOTO: HEINEMANN

Fußballer aus ganz Europa, aber auch Boxer, Judoka, Ringer und Schwimmer kennen sie, haben dort trainiert und dabei mehr als nur Technik und Regelwerk ihrer Sportarten gelernt. Nun feiert die Sportschule Hennef, in der Fußballgrößen, Schiedsrichter und Sportler aus dem In- und Ausland gebüffelt haben, ihren 65. Geburtstag. Sascha Hendrich-Bächer, Leiter der Sportschule, freute sich, am Samstag zahlreiche langjährige Wegbegleiter des Hauses zu einer Feierstunde beim Tag der offenen Tür begrüßen zu dürfen. Unter ihnen waren DFB-Direktor Ulf Schott und der Fußballweltmeister von 1974 und langjährige FC-Köln-Präsident Wolfgang Overath. Der hatte selbst in jungen Jahren die Sportschule besucht.

Diese ganz besondere Schule war offiziell im Sommer 1950 fertiggestellt worden und hatte seit jeher neben dem Sport auch die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zum Ziel. "Als 1947 die Idee zum Bau der Sportschule geboren wurde, konnte niemand ahnen, welche Entwicklung dieses Gebäude im Schwarzwaldstil einmal nehmen würde," resümierte Alfred Vianden, Präsident des Fußball-Verbands Mittelrhein, während der Feierstunde.

"Heute ist unsere Schule über die Grenzen von Fußballdeutschland und Europa hinaus eine bekannte und geschätzte Adresse." Eine Adresse, an der sich viel verändert hat und noch verändern wird, gab Vianden einen Rück- und Ausblick: 1957 wurde die große Sporthalle gebaut, die 1965 - ein Novum in Deutschland - mit Kunstrasen versehen wurde. 1966 folgte der Bau der Schwimmhalle, 1971 das vierstöckige Gästehaus und der erste Erweiterungsbau mit Büros, Seminarräumen und Kegelbahn. 1993 und 1994 folgten die Aufstockung des Nebenbaus und der neue Hallenkomplex. Ein neuer Kunstrasenplatz kam 2005. 2006 folgten umfangreiche Modernisierungen des Empfangs und der Speiseräume, auch, um attraktiv für Tagungen und Seminare von Unternehmen zu werden, so Alfred Vianden: "Ohne das ginge es heute nicht weiter. Und mit dem Erreichten dürfen wir nicht zufrieden sein. Unsere Sportschule lebt von der Gegenwart."

Seit Sommer 2011 beherbergt die Sportschule die Hennes-Weisweiler-Akademie, die zentrale und höchste Ausbildungsstätte des DFB zum Erwerb der Fußball-Lehrer-Lizenz. Auch der Umzug der Geschäftsstelle des Fußball-Verbandes Mittelrhein zum Januar 2012 nach Hennef sei wichtig gewesen, um Kosten zu sparen und Synergien zu schaffen. Denn, das machte Alfred Vianden deutlich, die mitunter enormen finanziellen Herausforderungen seien zu stetigen Begleitern der Sportschule mit ihren 60 Hektar Fläche geworden.

"So müssen wir spätestens Ende des Jahres mit der Sanierung des Haupthauses und den Zimmern "im Charme der 60er Jahre" beginnen". Anforderungen an Barrierefreiheit und Brandschutz machten Umbauten nötig, zudem werde ein kleiner Bach aus seiner Verrohrung befreit und renaturiert. Auf dem Parkplatz solle ein Parkhaus mit 350 Stellplätzen errichtet und bewirtschaftet werden.

Vorbereitungen für die Zukunft, die nicht nur Herausforderungen bringen werde, sondern auch viele Sportler nach Hennef holen werde. Vielleicht auch Sportler, die aus Hennef kommen: Beim Tag der offenen Tür lernten die Besucher zahlreiche Sportarten und die umfangreichen Einrichtungen der Schule kennen und konnten sie zum Teil auch ausprobieren.

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