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Umgestaltung: Stadt Siegburg sperrt Spielplatz am Michaelsberg

Umgestaltung : Stadt Siegburg sperrt Spielplatz am Michaelsberg

Das Gelände nahe der Siegburger Innenstadt wird erweitert und neu gestaltet. Die Städtebauförderung bezuschusst das Projekt zu 100 Prozent. Der Spielplatz soll voraussichtlich bis zum Frühjahr gesperrt sein.

Er ist ein beliebter Anziehungspunkt nahe des Siegburger Marktplatzes – aber auch sichtlich in die Jahre gekommen. Im Zuge des Entwicklungskonzepts Michaelsberg soll daher auch der Spielplatz erweitert und neu gestaltet werden. Eigentlich sollten die Arbeiten dafür bereits seit Anfang November laufen.

Doch angesichts der milden Temperaturen und dem dadurch regen Zustrom auf die Spielgeräte an der Bergstraße hatte die Stadt zunächst andere Schritte vorgezogen. Ab Montag soll nun die Umgestaltung des Spielplatzes beginnen. Deswegen ist die Anlage ab Montagmorgen voraussichtlich bis zum Frühjahr gesperrt.

Wie mehrfach berichtet, war das Konzept 2013 gemeinsam mit den Bürgern entwickelt worden, um den Michaelsberg schöner und sicherer zu machen. Seit 2015 laufen die Arbeiten rund um den Berg. Ende 2022 sollen sie abgeschlossen sein. Rund sieben Millionen Euro sind dafür insgesamt im städtischen Haushalt veranschlagt. Mittel, die die Stadt allerdings nicht komplett abrufen wird, da der Michaelsberg seit vergangenem Jahr über das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) bezuschusst wird.

Hänsel und Gretel Leitmotiv

Die Spielplatzsanierung und die Arbeiten auf der oberhalb gelegenen Bastionswiese gehören zudem zu den ISEK-Projekten, für die die Stadt eine 100-prozentige Förderung erhält, wie Planungsamtsleiter Stephan Marks auf Nachfrage erklärte. Land und Bund übernehmen 2020 den städtischen Anteil, um kommunale Haushalte in der Corona-Krise zu entlasten. In Siegburg sind das insgesamt 4,5 Millionen Euro. Da­rin sind auch die Kosten für die Neugestaltung des Vorplatzes der Rhein-Sieg-Halle enthalten.

In Anlehnung an den in Siegburg geborenen Komponisten Engelbert Humperdinck sind „Hänsel und Gretel“ das Leitmotiv bei der Spielplatz-Neugestaltung. Die bisherigen Spielgeräte wandern laut Marks auf andere Plätze weiter, an ihre Stelle treten Kletterhäuser für alle Altersklassen, hölzerne Wipptiere, Sandtische, Trampoline und Schaukelelemente. Die Hangrutschen bleiben, werden aber erneuert.

Neu ist, dass auch der Hang hin zum Rosengarten in die Spiellandschaft integriert wird. Kletternetze, Rutschen, ein Spielwald und ein Naturlabyrinth sollen ihn erlebbar machen. Oberhalb des Spielplatzes laufen schon Arbeiten für die Umgestaltung der Bastionswiese zu einem Begegnungsort für Kinder und Jugendliche: mit Steinen, die im Boden den Grundriss der ehemaligen Schwedenbastion nachzeichnen, Wasser- und Stromanschlüsse und dem im Sommer schon erprobten neuen Zirkuswagen.