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Aschermittwoch: Talsperrenverband: Statt Fischessen gibt’s Felchen für zu Hause

Aschermittwoch : Talsperrenverband: Statt Fischessen gibt’s Felchen für zu Hause

Der Wahnbachtalsperrenverband verteilt Felchen an alle Mitarbeiter, weil das gemeinsame Aschermittwochsessen ausfällt. Fast alle Fische stammen aus der Talsperre.

Keine Weihnachtsfeiern, kein Aschermittwochs-Fischessen: So manche Betriebs-Tradition fällt Corona zum Opfer. Und doch gibt es kreative Alternativen: „Felchen ömesöns för dat janze WTV Schmölzje“ heißt es etwa in einer E-Mail des Wahnbachtalsperrenverbands (WTV) an seine Mitarbeiter. „Damit wir nicht auf den Genuss verzichten müssen, können alle unsere etwa 230 Mitarbeiter Felchen am Aschermittwoch abholen und mit nach Hause nehmen“, erklärt Melanie Gödtner, WTV-Pressesprecherin.

Das Besondere: Die Felchen wurden in der Talsperre gefangen, wo es ein hohes Vorkommen der Fische gibt. Frisches vor der eigenen Türe also. Wegen der Witterung konnten jedoch nicht genug Talsperren-Felchen gefischt werden. Der Rest wurde mit Forellen aus der Region aufgefüllt, sagt Gödtner. Ein passendes Rezept für die heimische Spezialität „Müllerin Art“ schickte der Verband gleich mit.

„Das Highlight am Aschermittwoch“

„Es ist eine Aufmerksamkeit und Wertschätzung für unsere Mitarbeiter, die aktuell viele Einschränkungen hinnehmen müssen.“ Da man zur kritischen Infrastruktur gehöre, müssten sich viele Angestellte mit Wechselschichten oder Home­office arrangieren.

Etwa ein halbes Kilo der tiefgekühlten und vakuumierten Fische bekommen die Mitarbeiter fürs Dinner zu Hause. Die freuten sich bei der Ausgabe: „Wunderbar, auch die Idee mit dem Rezept“, fand Beata Miksa die Aktion. Ihre Kollegin Monika Köhler nannte die Verteilung von Blaufelchen und Forellen „das Highlight am Aschermittwoch“. Udo Ellersdorf war begeistert, „dass dies trotz Corona stattfinden kann“. Er erinnerte gleichzeitig an die lange Tradition des Fischessens beim Wahnbachtalsperrenverband am Aschermittwoch. „Nur muss das dieses Jahr daheim statt in der Gemeinschaft der Kollegen stattfinden“, sagte Ellersdorf. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei, Corona leider nicht“, heißt es passenderweise in der E-Mail des WTV.