Tödlicher Unfall in Siegburg Trauernde bringen sich an Unfallstelle in Gefahr

Siegburg · Nach dem Unfall auf der Wahnbachtalstraße, bei dem am vergangenen Samstag zwei junge Siegburger gestorben sind, trauern Freunde und Mitschüler an der Unfallstelle. Der Landesbetrieb richtet an der viel befahrenen Stelle zum Schutz Tempo 30 ein.

 Blumen und Kerzen haben Trauernde an der Stelle niedergelegt, an der am vergangenen Samstag zwei Jugendliche bei einem Autounfall auf der Wahnbachtalstraße gestorben sind.

Blumen und Kerzen haben Trauernde an der Stelle niedergelegt, an der am vergangenen Samstag zwei Jugendliche bei einem Autounfall auf der Wahnbachtalstraße gestorben sind.

Foto: Peter Kölschbach

Blumen und Kerzen erinnern knapp eine Woche nach dem schweren Unfall auf der Wahnbachtalstraße daran, dass an dieser Stelle zwei Jugendliche gestorben sind. Ihr Freund konnte schwer verletzt aus dem brennenden Wagen gerettet werden. Mitschüler und Freunde kommen seither zur Unglücksstelle, legen Blumen nieder, zünden Kerzen an, hinterlassen Botschaften und trauern gemeinsam. Wie die Stadt Siegburg mitteilte, begaben sie sich dabei in den vergangenen Tagen an der viel befahrenen Straße auch selbst in Gefahr. Deswegen habe Straßen NRW reagiert und in der Kurve Tempo 30 eingerichtet. Die Stadt selbst stellte zudem am Freitagmorgen Schilder auf, die Autofahrer vor Fußgängern warnen. Zudem werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes dort in den Abendstunden verstärkt kontrollieren.

Das war nicht der erste tödliche Unfall auf der Wahnbachtalstraße, gleichwohl bewerten weder die Kreispolizeibehörde noch der Landesbetrieb Straßen den Abschnitt rund um die lang gezogene Kurve als Unfallhäufungsstelle, wie Straßen-NRW-Sprecher Rainer Herzog auf Nachfrage erklärt. „Auf der Strecke gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Stundenkilometern“, betont Herzog. Die Kurve sei durch aufgelöste Leitmale (roter Pfeil auf weißem Schild) kenntlich gemacht. Dennoch werde eine Unfallkommission bestehend aus Vertretern des Rhein-Sieg-Kreises, der Polizei, der Stadt Siegburg und Mitarbeitern des Landesbetriebs die näheren Umstände und Ursachen des Unfalls untersuchen. Das sei bei Unfällen mit tödlichem Ausgang obligatorisch.

„Dabei wird auch zu fragen sein, ob und wie das Unfallrisiko in diesem Streckenabschnitt, welcher, wie gesagt, keine Unfallhäufungsstelle ist, zukünftig auf ein Minimum reduziert werden kann“, sagte Herzog weiter. Die Ermittlungen der Polizei dauern unterdessen an. Sie geht von einem Alleinunfall bei vermutlich überhöhter Geschwindigkeit aus. Offenbar besaß der 17-jährige Fahrer keinen Führerschein. Den Schlüssel des Kleinbusses hatten die Jugendlichen heimlich an sich genommen. Den Jugendlichen, der den Unfall verletzt überlebte, habe die Polizei bislang noch nicht vernommen, teilte der Siegburger Polizeisprecher auf Anfrage mit.

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