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A3 bei Siegburg: Umweltgefahr: Transporter aus Verkehr gezogen

A3 bei Siegburg : Umweltgefahr: Transporter aus Verkehr gezogen

Einen umweltgefährdenden Schrotttransporter hat die Autobahnpolizei Köln auf der A3 bei Siegburg sichergestellt. Auf dem Lkw-Gespann waren Altfahrzeuge gestapelt, aus denen umweltgefährdende Stoffe austraten.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden die Beamten der Autobahnpolizei Köln bereits in der vergangenen Woche auf das Fahrzeuggespann aufmerksam, als es auf der A3 in Richtung Oberhausen unterwegs war.

Nachdem die Polizisten den Lastzug auf der Tank- und Rastanlage Siegburg-Ost angehalten hatten, stellten sie bei der Kontrolle fest, dass es sich bei dem Fahrer um einen "alten Bekannten" handelte. Bereits im Mai 2016 war dem 48-Jährigen, der damals wie heute für eine niederländische Spedition unterwegs war, wegen Mängel bei der Ladungssicherung und der Überschreitung der maximalen Fahrzeughöhe die Weiterfahrt untersagt worden.

Diesmal stellten sich die Verstöße jedoch noch deutlich gravierender dar: Die aus 24 gepressten Autowracks bestehende Ladung wurde lediglich von Rungen gehalten. Planen, Mulden oder Wannen wurden nicht benutzt. Die Ladefläche des Lkw-Gespanns bestand aus Riffelblech und war mit Glassplittern, Kleinstteilen und Resten diverser Betriebsstoffe bedeckt. Gegenstände konnten somit ungehindert auf die Fahrbahn fallen und nachfolgende Fahrzeuge gefährden.

Löcher in den Tanks der geladenen Autowracks und abgeschnittene Leitungen zeugten davon, dass versucht wurde, die Tanks zu entleeren - allerdings nicht vollständig, was Lachen auf der Ladefläche bezeugten. An einer Stelle tropfte Öl aus einem Hydraulikschlauch auf die Ladefläche, wo es sich mit anderen Flüssigkeiten vermischte und im Regenwasserablauf sammelte. Die Feuerwehr musste die Öllachen abstreuen.

Hinzugezogene Mitarbeiter des Bundesamts für Güterverkehr stellten fest, dass für die verantwortliche Spedition lediglich die Erlaubnis vorlag, den Transport von Altfahrzeugen durchzuführen, wenn deren Tanks vollständig entleert sind.

Der komplette Lastzug einschließlich seiner Ladung wurde sichergestellt und abgeschleppt. Wegen des unerlaubten Umgangs mit Abfällen wurden Strafanzeigen erstattet sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen fehlender Ladungssicherung und Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten gefertigt.

Erst nach Verwertung der Autowracks durch ein zertifiziertes Verwertungsunternehmen, der Reinigung seines Transporters und der Entrichtung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 650 Euro durfte der Lkw-Fahrer die Fahrt fortsetzen. (ga)