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Gebäudesanierung in Siegburg: VHS-Studienhaus soll Photovoltaikanlage erhalten

Gebäudesanierung in Siegburg : VHS-Studienhaus soll Photovoltaikanlage erhalten

Vor dem VHS-Studienhaus erklingen Töne. Doch diese kommen nicht wie sonst aus der darin angesiedelten Musikschule, sondern von einem "Kling-Klang-Gerät". Auf der Spielfläche, auf der es zusammen mit einem Wipptier steht, haben sich viele Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Wirbelwind versammelt, um die neuen Geräte einzuweihen.

Der Bau des Spielbereichs geht einher mit diversen Maßnahmen zur energetischen Sanierung, die seit 2009 an dem unter Denkmalschutz stehenden Studienhaus umgesetzt werden. Hierzu zählen im Alt- und Anbau eine Optimierung der Haustechnik und des Wärmeschutzes unter anderem durch die Dämmung der obersten Geschossdecke und einer Erneuerung der Heizungsverteilung.

Darüber hinaus plant die BürgerEnergie Rhein-Sieg die Aufstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Studienhauses. "Die Rahmenbedingungen des Denkmalschutzes können wir durch das Flachdach einhalten. Von der Straße wird die Anlage nicht zu sehen sein", erklärt Thomas Schmitz, Vorsitzender der BürgerEnergie Rhein-Sieg.

Insgesamt könnten dann die Module bis zu 15.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. "Der Strom kann direkt hier im Haus verbraucht werden. Die ungenutzten Kilowatt speist die Anlage in das Netz ein, da es vorerst keinen Speicher gibt", berichtet Thomas Zwingmann, stellvertretender Vorsitzender.

Derzeit ist noch offen, in welche Himmelsrichtung die Module ausgerichtet werden. Zur Wahl steht Süd oder Ost-West. Eine Ost-West-Anlage könnte 35 Prozent größer ausfallen und der Stromertrag wäre über den Tag verteilt ausgeglichener, so dass das VHS-Studienhaus mehr von dem produzierten Strom selbst nutzen könnte. Die Kosten in Höhe von 23.000 bis 30.000 Euro übernimmt aber in jedem Fall die BürgerEnergie Rhein-Sieg, die in Siegburg schon drei andere Anlagen realisiert hat.