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Hennefer Rieger-Orgel: Von barocken Klängen zu modernen Spirituals

Hennefer Rieger-Orgel : Von barocken Klängen zu modernen Spirituals

Zu einer neuen Ausgabe ihrer "Hennefer Orgelkonzerte" hatte die Katholische Pfarrgemeinde Sankt Simon und Judas in die gleichnamige Pfarrkirche eingeladen: Im Rahmen eines "Konzerts für Gesang und Orgel" stellten der Bariton Thilo Dahlmann und der in Hennef ansässige Kirchenmusiker und Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter an der Orgel gemeinsam ihr Können unter Beweis.

Das Programm, das den rund 100 Konzertgästen instrumental nahezu komplett auf der bekannten Rieger-Orgel vorgetragen wurde, führte dabei von barocken geistlichen Klängen bis hin zu neuzeitlichen Spirituals.

Mit den Kompositionen "Where'er you walk" (aus dem Oratorium "Semele") und "Thus saith the lord" (Rezitativ und Arie aus dem "Messias") von Georg Friedrich Händel sowie Johann Sebastian Bachs "Quoniam tu solus sanctus" aus der "Hohen Messe in h-Moll" standen die ältesten Vortragsstücke auch gleich am Anfang, bevor Werke von Ralph Vaughan Williams ("The call"), Michael Head ("The lord's prayer") und John Rutter ("A Gaelic blessing") musikalisch ins 20. Jahrhundert führten.

Werke aus der "Französischen Schule" gab es anschließend mit dem kraftvoll intonierten "Choral in E-Dur" für Orgel-Solo sowie dem weithin bekannten "Panis angelicus" von Cesar Franck zu hören. Maurice Duruflés "Benedictus" und "Notre pere" sowie das aus Richard Wagners "Parsifal" stammende Amfortas-Gebet "Mein Vater" rundeten das Programm für Orgel und Gesang ab, bevor sich die beiden Protagonisten, die bis dahin gemeinsam von der Empore vorgetragen hatten, vor den Altarraum begaben. Dort gab es, nun von Schmitz-Witter am Klavier begleitet, mit "Let us break bread together", "Deep river" sowie "Swing Low, sweet chariot" noch drei Spirituals zu hören, nach denen die Musiker das Programm eigentlich planmäßig beenden wollten.

Stehende Ovationen sowie lang anhaltender Applaus konnten Dahlmann und Schmitz-Witter jedoch noch zwei Zugaben entlocken, so dass das Konzert erst nach John Rutters "The lord bless you and keep you" sowie Johann Abraham Peter Schulz' musikalischer Bearbeitung von Matthias Claudius' "Abendlied" und erneutem ausgiebigem Applaus abschloss.