Hubschrauber kappt Leitung Wahnbachtalsperre bekommt nach Unfall neue Stromleitung

Rhein-Sieg-Kreis · Ein Hubschrauber hatte am Sonntag während der Suchaktion an der Wahnbachtalsperre eine 10.000-Volt-Stromleitung gekappt. Seither trieb das Seil im Wasser.

 Ein Hubschrauber hatte am Sonntag während der Suchaktion an der Wahnbachtalsperre eine 10.000-Wolt-Stromleitung gekappt.

Ein Hubschrauber hatte am Sonntag während der Suchaktion an der Wahnbachtalsperre eine 10.000-Wolt-Stromleitung gekappt.

Foto: Westnetz

Die über die Wahnbachtalsperre verlaufende 10.000-Volt-Stromleitung, die am Sonntag von einem Hubschrauber gekappt wurde, ist seit Mittwoch wieder in Betrieb. Der zuständige Betreiber Westnetz hat das gerissene oberste Seil der Leitung durch ein neues ersetzt, teilte Westnetz-Sprecher Christoph Brombach mit.

Wie berichtet, waren Einsatzkräfte am Sonntag zur Wahnbachtalsperre ausgerückt, um nach einer Person zu suchen. Spaziergänger hatten diese am Morgen gemeldet, die Suche war aber erfolglos geblieben. Ein bei der Aktion eingesetzter Hubschrauber hatte eines von drei Seilen der Leitung durchtrennt. Dadurch waren etwa 2500 Einwohner der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid für eine Stunde ohne Strom.

„Wir hatten zwischenzeitlich auf andere Leitungen umgeschaltet, um die Stromversorgung zu sichern“, erklärte Brombach. Bereits am Dienstag haben Mitarbeiter des Betreibers das alte Seil, das seit Sonntag im Stausee trieb, mit einem Boot des Wahnbachtalsperrenverbandes aus dem Wasser und zeitgleich das neue, etwa daumendicke Seil die etwa 200 Meter von einem Ufer zum anderen Ufer gezogen.

„Von dort mussten die Leitungen zu den Masten gebracht werden“, so Brombach. Der Einsatz im steilen Gelände habe sich äußerst schwierig gestaltet. Mitarbeiter seien schließlich die zwischen zehn und 15 Meter hohen Masten hoch geklettert, um die Leitung jeweils an den Mastspitzen zu befestigen.

„Wir hatten verschiedene Spezialfahrzeuge und je zwei Stromaggregate an jeder Seite der Talsperre im Einsatz“, sagte Brombach. Am Mittwoch konnte die Leitung wieder in Betrieb genommen werden. „Auf die Stromversorgung hatte das keine Auswirkungen“, versicherte Brombach. Zu den Kosten des Einsatzes vermochte der Sprecher noch nichts zu sagen. Wohl aber, dass der Leitungsriss, bei dem Niemand zu Schaden kam, eine Besonderheit sei: „So etwas haben unsere Mitarbeiter in 30 Jahren noch nicht erlebt.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort