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Bauprojekt in Troisdorf: 80 neue Wohnungen für Friedrich-Wilhelms-Hütte

Bauprojekt in Troisdorf : 80 neue Wohnungen für Friedrich-Wilhelms-Hütte

Bezahlbarer Wohnraum ist rar. Um so erfreulicher für Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte ist ein geplantes Bauprojekt, bei dem ab Juni 2023 80 Wohnungen mit insgesamt 5400 Quadratmeter Wohnflächen entstehen: 58 Prozent davon werden sozial gefördert.

Im Stadtteil Friedrich-Wilhelms-Hütte sollen ab Juni 2023 zwischen Mendener Straße, Lahnstraße und Eisenbahnweg sieben Mehrfamilienhäuser mit gesamt rund 5400 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Geplant sind 80 Wohnungen unterschiedlicher Größe, dabei ist eine Mischung aus 42 Prozent freifinanziertem und 58 Prozent öffentlich finanziertem Wohnbau vorgesehen. Einige Altbestandsbauten müssen zuvor abgerissen werden.

Ein Areal von 5800 Quadratmetern Baufläche

Das rund 5800 Quadratmeter große Areal gehörte der Deutschen Bahn (DB) Netz AG und ist am vergangenen Dienstag an die Investorengruppe Gerling & Schütz aus Troisdorf verkauft worden. Zuvor hatte ein gemeinsames Investorenauswahlverfahren von Stadt und der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) im Rahmen der Landesinitiativen „Bau.Land.Bahn“ und „Bauland an der Schiene“ stattgefunden.

Wie Carsten Kirchhoff von der BEG erläuterte, hatten mehr als 20 Investoren Vorschläge in einer ersten Bewerbungsstufe eingereicht, aus dem zweiten Verfahren ist dann Schütz als Sieger hervorgegangen. Henk Brockmeyer, Geschäftsführer der BEG, betonte, das Konzept mit einem hohen Anteil sozial geförderter Wohnungen habe die Jury überzeugt. Eric Schütz, Geschäftsführer von Gerling & Schütz, erklärte, dass sich hochwertiger und bezahlbarer Wohnraum nicht ausschließen müssen.

Kein optischer Unterschied zwischen frei finanzierten und sozial geförderten Gebäuden

Die BEG als gemeinsame Tochter der DB Netz AG und des Landes NRW hatte in Vorbereitung der Neubebauung auf der Basis des gültigen Bebauungsplanes eine städtebauliche Rahmenplanung für das Areal finanziert und gemeinsam mit der Stadt Troisdorf erarbeitet.

Schütz und der Architekt Joachim Kneutgen haben die Elemente der Rahmenplanung aufgegriffen und städtebaulich-architektonisch ausgearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine dreigeschossige Riegelbebauung aus drei Baukörpern mit Staffelgeschoss auf der Ostseite zur Bahnlinie hin sowie vier sogenannten Punkthäusern am Eisenbahnweg und der Mendener Straße, ebenfalls dreigeschossig und mit Staffelgeschoss. Kneutgen: „Die Gebäude werden eine ähnliche Formensprache besitzen, sodass zwischen den frei finanzierten und sozial geförderten Gebäuden kein optischer Unterschied sein wird. Alle Wohnungen entsprechen modernen Standards und erhalten großzügie Wohnküchen mit viel Tageslicht und Zugang zu einem Freisitz. Durch die Riegelbebauung und eine große transparente Schallschutzwand wird ein zusätzlicher Schallschutz für das Quartier erreicht.“

Begrünte Dächer und KfW 55-Standard

Auch energetisch soll aus dem Quartier ein Leuchtturmprojekt werden. Mit einem sogenannten KfW 55-Standard werden die Häuser weit über den gesetzlichen Anforderungen liegen, so die Investoren. Das wird nicht nur durch besondere Dämmungen, sondern auch über eine Kombination von Luft-Wasser-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf den zu begrünenden Dächern erreicht.

Grün und lebendig soll es auch werden. Zwei Spielplätze sowie ein mittig gelegener Gemeinschaftsplatz sollen dem Zusammenleben der künftigen Bewohner dienen. Was durch eine entsprechende Grüngestaltung dann auch unterstrichen werden soll.