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Stichwahlen in Lohmar, Troisdorf und Eitorf: Claudia Wieja aus Lohmar ist zweite grüne Bürgermeisterin im Rhein-Sieg-Kreis

Stichwahlen in Lohmar, Troisdorf und Eitorf : Claudia Wieja aus Lohmar ist zweite grüne Bürgermeisterin im Rhein-Sieg-Kreis

Die CDU gewinnt nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen in Troisdorf. In Eitorf sorgt der Streit um Parkplätze letztlich für einen Wechsel im Rathaus.

Der Rhein-Sieg-Kreis hat eine zweite grüne Bürgermeisterin: In Lohmar startete der Abend mit einem spannenden Rennen zwischen Claudia Wieja (Grüne) und Tim Salgert (CDU). Vor zwei Wochen lag Salgert in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl noch gut zwei Prozentpunkte vor Wieja. Uwe Grote (SPD) bekam 11 Prozent, Hans Nix von der UWG 7,3 Prozent der Stimmen.

Mit jedem Stimmbezirk wurde der Abstand zwischen Wieja und Salgert größer, am Ende standen 53,3 Prozent für die Grüne und 46,7 Prozent für den CDU-Mann im Gesamtergebnis. Wieja ist Diplom-Volkswirtin, Mutter von vier Kindern und mit Horst Becker, dem Grünen-Landtagsabgeordneten und ehemaligen Staatssekretär verheiratet. Sie arbeitet noch in der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn.

Bald arbeitet sie Seite an Seite mit der ersten direkt gewählten grünen Bürgermeisterin in NRW, Alexandra Gauß aus Windeck, deren Amtszeit seit 2018 läuft. Und mit Katja Dörner, erste grüne Oberbürgermeisterin von Bonn. Studienrat Tim Salgert hatte in Lohmar das Nachsehen, lag aber immerhin in sieben von 20 Lohmarer Wahlbezirken vorne. Das Duell zwischen Grün und Schwarz sorgte für eine gute Wahlbeteiligung von 52,8 Prozent.

In Troisdorf zieht erneut ein CDU-Mann ins Rathaus ein. Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September lag Alexander Biber mit 42,2 Prozent vor Frank Goossens von der SPD, der 30,4 Prozent der Stimmen erzielte. Amtsinhaber Klaus-Werner Jablonski (CDU) trat nach zwei Amtszeiten nicht wieder an.

Während der Auszählung entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der Vorsprung Bibers zwischenzeitlich auf knapp einen Prozentpunkt zusammen schmolz. Im Ergebnis bekam Biber 51,2 Prozent der Stimmen, Gossens 48,9 Prozent. Der SPD-Kandidat erzielte seinen Spitzenwert im Stadtteil Altenrath mit 74,1 Prozent, sein Herausforderer hat sein bestes Ergebnis in Müllekoven mit 63,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Troisdorf lag bei 39,4 Prozent.

Von der Bürgerinitiative auf den Chefsessel

In Eitorf stand bereits vor den Kommunalwahlen fest, dass die Ära der FDP im Rathaus zu Ende gehen würde. Bürgermeister Rüdiger Storch trat nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an. CDU-Kandidat Sascha Grendel war schon nach der ersten Runde raus, sodass die Entscheidung zwischen Sara Zorlu (SPD) und Einzelbewerber Rainer Viehof fiel.

Zorlu ist langjährige Kommunalpolitikerin, Viehof hat sich aus der Bürgerinitiative gegen den autofreien Marktplatz heraus für die Kandidatur entschieden. Beide konnten 54,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler mobilisieren. Am Ende ging es deutlich mit 61,1 Prozent für Viehof aus.