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Tafel für den Troisdorfer: Denkmal für Rupert Neudeck soll an Burg Wissem stehen

Tafel für den Troisdorfer : Denkmal für Rupert Neudeck soll an Burg Wissem stehen

Vietnamesen wollen ihrem 2016 verstorbenen Retter und Gründer der Hilfsorganisation "Cap Anamur" Dank ausdrücken. Am Dienstag entscheidet der Troisdorfer Kulturausschuss.

. Am Dienstag entscheidet der Ausschuss für Kultur und Städtepartnerschaft des Rates der Stadt Troisdorf über die Aufstellung eines Denkmals für den Mitgründer von „Cap Anamur“, Rupert Neudeck. Die Beschlussempfehlung lautet „ja“. Das Denkmal soll der Aachener Künstler Joost Meyer erstellen. Es wird eine Bronzetafel werden, die hinter der Remise der Burg Wissem aufgestellt werden soll. Die Kosten für das Denkmal trägt die vietnamesische Gemeinde als Dank dafür, dass Neudecks Hilfsorganisation Zehntausende vietnamesische Boatpeople rettete. Rupert Neudeck war 2016 verstorben.

Seine Witwe Christel Neudeck sagte dem General-Anzeiger, dass sie ursprünglich kein Denkmal wollte. „Das passt nicht zu Rupert, das hätte er sich so nicht vorstellen können, denn er war immer so bescheiden.“ Aber die Vietnamesen hätten auf dem Denkmal bestanden „in all‘ ihrer Dankbarkeit“. So habe sie sich gedacht, eine Ablehnung könne sie den Vietnamesen nicht antun. Inzwischen findet sie die Bronzetafel „eine angemessene Würdigung“. Als geeigneten Ort hat sie eine Rasenfläche hinter der Remise der Burg Wissem ausgemacht. „Dort ist die schönste Ecke Troisdorfs.“ Es gebe bereits einige Kunstwerke, zwei Museen, ein Restaurant und ein Café, und vor allem werde die Stelle von vielen Menschen besucht.

Auf der Tafel soll stehen „Weder tollkühn noch furchtsam“. Das ist der Leitspruch der Stadt Danzig, in der Rupert Neudeck 1939 geboren wurde. „Rupert hat sich nie von Angst leiten lassen, war aber auch nie tollkühn“, erzählt Christel Neudeck. Aber ihr Mann habe auch Kritik angenommen. Auf dem Sockel der Tafel soll auf Wunsch der Witwe stehen: „Rupert Neudeck – 1939 – 2016 – Gestiftet von den vietnamesischen Flüchtlingen in Deutschland“ sowie der Name des Künstlers Joost Meyer. Außerdem soll dort ein QR-Code angebracht werden für Menschen, die mehr über Rupert Neudeck wissen wollen. Dafür will Christel Neudeck einen Text formulieren.