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Festgenommen in Troisdorf-Spich: Gericht verurteilt 34-Jährigen wegen Besitzes von zehn Kilogramm Cannabis

Festgenommen in Troisdorf-Spich : Gericht verurteilt 34-Jährigen wegen Besitzes von zehn Kilogramm Cannabis

Im März 2020 wurde ein Mann bei einer Verkehrskontrolle mit einer großen Menge Cannabis erwischt. Nun hat das Amtsgericht Siegburg den 34-Jährigen verurteilt.

Zu elf Monaten Haft mit Bewährung hat Richter Alexander Bluhm am Dienstag einen 34-jährigen Mann am Amtsgericht Siegburg verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann wegen Beihilfe und Besitz von Betäubungsmitteln angeklagt.

Am 18. März 2020 passierte es: Der Mann, der 2018 nach Deutschland gekommen war, wurde in Troisdorf-Spich aus dem Verkehr gewunken und kontrolliert. Dabei stellten die Beamten zehn Kilogramm Cannabis mit einer THC-Wirkstoffmenge von 50 Gramm in seinem Auto sicher. Der Mann wurde sofort festgenommen. Bei der anschließenden Befragung soll sich herausgestellt haben, dass er als Kurier unterwegs war und die Drogen von Frechen nach Stuttgart bringen sollte. Seit März sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Dolmetscher gab sich alle Mühe, den Angeklagten zu übersetzen. Der Mann gab an, von dem Drogenschmuggel nichts gewusst zu haben. Man habe ihn angerufen und nach Frechen bestellt. Dort habe er eine Tasche mit dem Hanf erhalten, will von dem berauschenden Stoff aber nichts gewusst haben. Die Tasche sollte er dann nach Stuttgart bringen und dort abgeben. Das half indes nicht, weil der Besitz und die Beihilfe zum Drogendelikt nachzuweisen waren.

Die Staatsanwaltschaft forderte schließlich elf Monate Haft zur Bewährung für den Mann, die allerdings zur Bewährung auszusetzen seien. Außerdem plädierte die Staatsanwaltschaft auf einen minderschweren Fall. Dem schloss sich das Gericht dann an.