Medizinische Versorgung in Troisdorf Rettungsdienste bringen Notfälle künftig nach Sankt Josef

Troisdorf · Die GFO Kliniken in Troisdorf stellen ihre Notfallversorgung neu auf. Für die Patienten soll sich nichts ändern, verspricht die Klinikdirektion. So wird die Versorgung je nach Klinik umgestellt.

 Die Spezialisierung der beiden GFO Standorte in Troisdorf geht weiter. Die Zentrale Notaufnahme kommt im St. Josef (rechts) unter.

Die Spezialisierung der beiden GFO Standorte in Troisdorf geht weiter. Die Zentrale Notaufnahme kommt im St. Josef (rechts) unter.

Foto: GFO/Frank Metzemacher

Die zentrale Notaufnahme der GFO Kliniken Troisdorf wird ab dem kommenden Montag, 26. Februar, am Standort Sankt Josef in der Troisdorfer Innenstadt konzentriert. Patienten aller Fachrichtungen sollen hier aufgenommen werden, unfallchirurgische oder internistische Notfälle beispielsweise werden von den Rettungsdiensten ausschließlich ins Sankt Josef Hospital gefahren. Am Standort Sieglar werde die Notaufnahme dann lediglich auf die Fachbereiche Neurologie und Geburtshilfe ausgerichtet sein, teilte Jan-Philipp Kasch mit, Regionaldirektor der GFO Kliniken Troisdorf und Engelskirchen.

„Für unsere Patientinnen und Patienten ändert sich nichts“, betont Kasch. Wer etwa mit Herzproblemen ins Sankt Johannes Krankenhaus in Sieglar geht, werde selbstverständlich dort aufgenommen und dann gegebenenfalls zum Standort in der Troisdorfer Innenstadt verlegt.

„Die Rettungsdienste sind bereits informiert“, sagte Kasch. An den Bettenkapazitäten werde diese Umstrukturierung nichts ändern. Die zentrale Notaufnahme im Sankt Josef Hospital in Troisdorf-Mitte sei bereits für einen Millionen-Euro-Betrag modernisiert und nun noch einmal um weitere Behandlungsräume erweitert worden. Das alles sei Teil der Spezialisierungen der beiden Standorte, die ja in Zukunft in Sieglar zusammengeführt werden sollen.

Leistungen fallen nicht weg

Die Notfallversorgung im Sankt Johannes Krankenhaus Sieglar wird sich ab kommender Woche ausschließlich auf die Bereiche der Neurologie und Geburtshilfe konzentrieren. „Es fallen keine Leistungen in den GFO Kliniken Troisdorf weg, an der Breite der Fachabteilungen ändert sich nichts“, so Kasch weiter. Bei der Neugestaltung der Notfallversorgung handele es sich um einen Zwischenschritt zur geplanten Standortzusammenführung im Sankt Johannes Krankenhaus in Sieglar. Im geplanten Neubau in Sieglar soll auch eine neue zentrale Notaufnahme entstehen.

Der Baubeginn ist indes erst nach Bewilligung von Fördergeldern möglich. 185 Millionen Euro sollen auf dem gut 4,5 Hektar großen Klinikgelände investiert werden – mit neuem Bettenhaus, einer erweiterten Radiologie sowie einem Funktionsgebäude mit Hubschrauberlandeplatz. Zudem soll das bestehende Bettenhaus aufgestockt werden. Die Förderung wurde bereits vor drei Jahren beantragt, Kasch rechnet Ende 2024/Anfang 2025 mit der Bewilligung.

Durch die Umstrukturierung der zentralen Notaufnahmen der GFO-Kliniken Troisdorf dürfe es zu keinen Leistungs- oder Kapazitätseinschränkungen kommen, betont Andreas Sonntag, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, in einer Pressemitteilung. Werde es auch nicht, so Kasch: „Durch die Konzentration der Zentralen Notaufnahme am Standort Sankt Josef Hospital in Troisdorf-Mitte sowie die spezialisierte Ausrichtung der Notfallversorgung im Bereich Neurologie und Geburtshilfe am Sankt Johannes Krankenhaus Sieglar wird auch weiterhin die bewährte medizinische Versorgung der Bevölkerung in Troisdorf und der Region für die Zukunft sichergestellt.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort