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Unbekannte Flüssigkeit ausgetreten: Großalarm am Troisdorfer Bahnhof

Unbekannte Flüssigkeit ausgetreten : Großalarm am Troisdorfer Bahnhof

Am Sonntagmorgen ist die Feuerwehr zum Bahnhof in Troisdorf ausgerückt. Es musste überprüft werden, ob aus zwei Güterwagen möglicherweise Gefahrenstoffe ausgetreten waren.

Beim Dienstantritt am Sonntagmorgen hat der Lokführer eines Güterzugs in Troisdorf einen beißenden Geruch eines Lösungsmittels bemerkt. Er nahm daraufhin die Kesselwagen seines Güterzugs in Augenschein und sah, dass aus zwei der Waggons tropfenweise ein unbekannter Stoff austrat. Der Lokführer alarmierte daraufhin die Feuerwehr, es wurde Großalarm ausgelöst. Zu diesem sogenannten ABC-Alarm kommt es immer, wenn der Verdacht auf atomare, biologische oder chemische Stoffe besteht.

Der Löschzug aus Troisdorf unter Leitung von Peter Zimmermann rückte zu dem Gleis in Oberlar aus. Zeitgleich wurde die Strecke für den Güterverkehr gesperrt. Mit Atemschutz erkundeten zwei Wehrleute die Lage und stellte geringe Tropfverluste bei zwei Kesselwagen mit unterschiedlichen Produkten fest.

Ob es sich um Gefahrstoffe oder Kondenswasser handelte, brachte erst eine Untersuchung durch Professorin Lucia Wickert, Mitglied der Feuerwehr, zutage. Sie war vor Ort und beriet die Feuerwehrkollegen. Der erste Verdacht, dass es sich um eine Säure oder Lauge handeln könnte, bestätigte sich trotz des lösungsmittelartigen Geruchs nicht.

Vor Ort wurde vermutet, dass es sich tatsächlich um Kondenswasser gehandelt hat. Danach gab die Feuerwehr Entwarnung. Die Güterstrecke wurde um 10.15 Uhr wieder freigegeben. Die Feuerwehr war mit 54 Kräften im Einsatz. Woher der Geruch kam, ist noch nicht abschließend geklärt.