Landesbehörde kartiert Flussaue Warum der Schutz der Aggerauen auch die Ozeane retten kann

Rein-Sieg-Kreis · Das Landesamt für Umwelt verschafft sich mit einer umfassenden Kartierung noch bis Oktober einen Überblick über die ökologisch wertvollen Aggerauen. Warum der Schutz dieser Auen nicht nur für die Region, sondern sogar für die Weltmeere von großer Bedeutung ist.

Flußauen wie die an der Agger sind unverzichtbare Biotope für viele Tiere und Pflanzen. Doch ihre Bedeutung geht noch viel weiter.

Flußauen wie die an der Agger sind unverzichtbare Biotope für viele Tiere und Pflanzen. Doch ihre Bedeutung geht noch viel weiter.

Foto: Inga Sprünken

Sie sind ein wahres Kleinod der Flusslandschaft: Die Aggerauen. Ab Vilkerath im Rheinisch-Bergischen Kreis bis fast zur Mündung in die Sieg in Troisdorf bilden sie einen wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, der durch EU-Recht geschützt ist. Insgesamt durchfließt die Agger auf ihrem 69,5 Kilometer langen Weg von ihrer Quelle in Meinerzhagen den Märkischen, den Oberbergischen, den Rheinisch-Bergischen und den Rhein-Sieg-Kreis. Zu den besonders schützenswerten Gebieten (dem FFH-Gebiet Agger) gehört neben den Aggerauen auch ein schmaler Streifen entlang des Ufers von Vilkerath bis fast zur Mündung. Hier wird, wie übrigens auch an der Sieg, die Wiederansiedlung des Lachses betrieben. Weitere schützenswerte Arten der Fischfauna in der Agger sind das Bachneunauge, das seltene Flussneunauge und die Groppe.