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Schulzentrum in Troisdorf: Startschuss für Campus in Sieglar

Schulzentrum in Troisdorf : Der Startschuss für den Campus in Sieglar ist gefallen

Er soll einmal eine zentrale Begegnungsstätte werden: der Schulcampus in Sieglar. Der Startschuss für das 50-Millionen-Euro-Projekt ist jetzt gefallen.

Das größte Hochbauprojekt seit dem Bau der Troisdorfer Stadthalle wurde nun offiziell gestartet. Der lange geplante Campus  für Bildung, Sport und Kultur in Sieglar wird nun an der Edith-Stein-Straße entstehen. Welche großen Erwartungen sich mit dem Bau verbinden, daran erinnerte Troisdorfs Bürgermeister Alexander Biber beim Spatenstich für das voraussichtlich rund 50 Millionen Euro teure Projekt.

Der Campus soll nicht nur Schulgelände werden: Mit ihm entsteht auch ein Mehrgenerationenpark am nördlichen Rand des Geländes und eine Verbindung zwischen Sieglar und dem Stadtteil Rotter See. Die entstehenden Veranstaltungsräume sollen weiteren Menschen offen stehen.

Der Ursprung dieses Projekts war die Notwendigkeit, die Gertrud-Koch-Gesamtschule zu sanieren, weil das 1977 errichtete Gebäude Mängel im Brandschutz aufwies. Schließlich entschied sich die Stadt aber für einen Neubau, denn eine Sanierung wäre „zu teuer geworden, hätte zu lange gedauert und alle Beteiligten zu sehr belastet“, so der Bürgermeister. „Wir können das“, betonte er und verwies auf den planerischen und technischen Sachverstand in der Stadtverwaltung.

Vorbereitungen seit Jahresanfang

Die Vorbereitungen für den Neubau laufen bereits seit Anfang des Jahres: Rund 50 geschützte Bäume wurden in einem ersten Schritt gefällt, um Platz für den Neubau zu schaffen, nach den Sommerferien wurden außerdem die ersten Container-Klassen aufgestellt. Im Großen und Ganzen solle der Unterricht aber wie gewohnt weiterlaufen, so Biber. Bereits in zwei Jahren soll das neue Schulgebäude fertig sein.

Evelyn Wendt-Salmhofer vom Planungsbüro Rohling (pbr) bestätigte die städtische Zuversicht, was den Zeitplan angeht, ebenso wie im Hinblick auf den Kostenrahmen. „Bis jetzt sind wir im Plan“, sagte sie. Konkret bedeutet das: Aktuell läuft die Ausschreibung für den Rohbau des Gebäudes.

Energie einzusparen ist ein wichtiger Faktor in der Planung des neuen Schulgebäudes, als Energieschleuder bezeichnete Wendt-Salmhofer das derzeitige Gebäude bei der Vorstellung der Planung. Deshalb soll die Fassade ein grüner Filter werden, und „Grünhöfe“ Licht in die Baukörper bringen. Mit einer Photovoltaikanlage soll benötigter Strom produziert werden, in der Mensa ist eine zentrale Lüftung vorgesehen, dezentrale Anlagen mit Wärmerückgewinnung saugen Frischluft für die Klassenräume an. 73 Prozent weniger Energieverbrauch versprach die Planerin im Vergleich zum aktuellen Stand.

Die derzeitige Gertrud-Koch-Schule wird nahezu komplett abgerissen, wenn das neue Schulgebäude fertig ist. Davon gibt es nur eine Ausnahme: Die Stadtbibliothek wird als einziges Gebäude stehen bleiben. 2025, so der Plan, soll dann das gesamte Areal inklusive des Mehrgenerationenparks fertig sein.