Gerichtsprozess in Bonn „Von Putin besessen“: Troisdorfer sticht auf eigene Mutter ein

Troisdorf/Bonn · Ein Troisdorfer leidet unter Wahnvorstellungen und hat seine Mutter mit einem Messer angegriffen. Jetzt droht ihm die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.

Der Angeklagte soll auf seine Mutter eingestochen haben, weil er unter Wahnvorstellungen litt. (Symbolbild)

Der Angeklagte soll auf seine Mutter eingestochen haben, weil er unter Wahnvorstellungen litt. (Symbolbild)

Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Vor dem Bonner Schwurgericht steht aktuell ein 50-jähriger Mann aus Troisdorf, der in der Nacht zum 2. September vergangenen Jahres seine Mutter mit einem Messer schwer verletzt haben soll. Versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor. Die Antragsschrift geht aber davon aus, dass der Mann die Gewalttat im Zustand aufgehobener Schuldfähigkeit begangen hat. An diesem Donnerstag legte nun Stephan Roloff-Stachel, der ärztliche Leiter der Klinik für Forensische Psychiatrie des LVR-Klinikums Essen, dem Gericht als Sachverständiger das Ergebnis seiner Begutachtung vor. Der Troisdorfer ist seit dem Tattag in Roloff-Stachels Einrichtung untergebracht.