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Troisdorf: Mann springt vor einfahrende S-Bahn - Lokführerin bremst Zug

Lokführerin bremst Zug : Mann springt in Troisdorf vor S-Bahn und flieht

Ein Mann ist am Mittwoch in Troisdorf-Spich vor der einfahrenden S19 ins Gleisbett gesprungen. Die Lokführerin konnte den Zug rechtzeitig stoppen, der Mann rannte fort. Nun ermittelt die Bundespolizei.

Kurz vor 12 Uhr am Mittwoch ist ein etwa 30 Jahre alter Mann am Haltepunkt Troisdorf-Spich vor einer einfahrenden S-Bahn auf die Gleise gesprungen. Das teilte die Bundespolizei mit. Demnach leitete die Lokführerin eine Schnellbremsung auf der Linie S19 ein und brachte den Zug rechtzeitig zum Stehen.

Der Mann rannte fort und wurde anschließend in einer aufwändigen Aktion gesucht. Wie die Bundespolizei mitteilt, wurden zunächst alle Gleise gesperrt. Die Lokführerin stand unter Schock und wurde von einem Arzt behandelt.

Die Bundespolizei hat ausgerechnet, dass durch die Aktion 44 Züge verspätet fuhren. Insgesamt kamen sie 852 Minuten zu spät. Ermittelt wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Der Mann wird wie folgt beschrieben: Etwa 1,80 Meter groß, bekleidet mit einer braunen Jacke und hellen Jeans.

In dem Zusammenhang weist die Bundespolizei in Sankt Augustin noch einmal auf die Gefahren auf Gleisanlagen hin.

Züge nähern sich fast lautlos, können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.