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Troisdorf - Masken-Verweigerer: Nach Streit Prozess an Landgericht Bonn angesetzt

Eskalierter Maskenstreit : Prozess gegen Maskenverweigerer in Troisdorfer Supermarkt angesetzt

Nach einem eskalierten Maskenstreit in einem Supermarkt in Troisdorf beginnt in wenigen Wochen der Prozess vor dem Bonner Landgericht. Zwei Männern und einer Frau wird vorgeworfen, Polizisten angegriffen zu haben.

Nach einem eskalierten Maskenstreit in einem Supermarkt in Troisdorf beginnt am 24. Juni der Prozess vor dem Bonner Landgericht. Die Anklage wirft zwei Männern und einer Frau gefährliche Körperverletzung sowie Angriff auf Polizeibeamte vor.

Die 36 und 38 Jahre alten Männer und die 31-Jährige sollen im Mai 2020 in den Supermarkt gegangen sein, um gegen die Maskenpflicht zu protestieren. Nach den Ermittlungen der Polizei sollen sie sich aggressiv gegenüber Mitarbeitern des Geschäfts verhalten haben. Schließlich rückte die Polizei an. Dabei eskalierte die Situation: Die Männer sollen die Beamten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Sie hätten erhebliche Verletzungen erlitten.

Die Aktion wurde laut Staatsanwaltschaft von den drei Angeklagten mit Handys und einer an der Brust befestigten Bodycam gefilmt, das Video später ins Internet gestellt. Der 36-Jährige, der der Reichsbürger-Szene zugeordnet wird, soll sechs Tage nach dem Vorfall erneut in dem Supermarkt erschienen sein und einen Mitarbeiter beleidigt haben.

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage vorgesehen.

(dpa)