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Wahner Heide: Drei Banken investieren 15.000 Euro

Bänker investieren in Kröten : Finanzspritze für die Wahner Heide

Die Wahner Heide ist mit ihrem Artenreichtum eine biologische Schatztruhe. Drei Banken investieren 15.000 Euro und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt investiert das Geld in Kröten.

Eine große Zahl an ökologisch wichtigen Klein- und Kleinstgewässern findet sich in der Wahner Heide. Diese Feuchtbiotope zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der heimischen Natur. Aber sie werden immer seltener. Viele Gewässer in der Landwirtschaft wurden zudem verfüllt. Im größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen hat indes die Nutzung durch das Militär dafür gesorgt, dass zahlreiche Tümpel entstanden und geblieben sind.

Doch wenn der Mensch nicht regulierend eingreift, wachsen diese biologischen Kleinode zu. Dies zu verhindern oder rückgängig zu machen ist das Ziel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Deren Tochtergesellschaft DBU Naturerbe gehören 2000 Hektar der Wahner Heide, die auch Fauna-Flora-Habitat und Vogelschutzgebiet ist. „Unser Ziel ist es, die Fläche weiter zu schützen“, erklärte Prokurist Michael Dittrich.

Zu den Maßnahmen gehören etwa vermehrt die Herstellung von Mischwald, aber auch die Gewässerplanung. Laut Dittrich richte sich der Blick auf die Biotope, in denen sich seltene Amphibien wie die Kreuzkröte und die Gelbbauchunke finden. Diese sind in besonderen Maße auf sonnige Gewässer zur Fortpflanzung angewiesen. „Aber unsere Mittel sind begrenzt“, sagte Dittrich.

Darum freuten sich er und sein Kollege Uwe Fuellhaas aus dem Bereich des Gewässer- und Feuchtwiesenmanagements über die finanzielle Unterstützung der Kreissparkasse Köln, der Sparkasse KölnBonn und der Deka, die mit insgesamt 15.000 Euro zwei der insgesamt 76 geplanten Maßnahmen im Gewässerschutz finanzieren. So konnte etwa ein unweit der Altenrather Straße liegendes, verlandetes Gewässer entschlammt und freigeschnitten und neue Flachwasserzonen hergestellt. „Wir haben sogar einen alten Lkw-Reifen dort gefunden – ein Relikt der militärischen Nutzung“, sagte Fuellhaas.

Ein weiteres Projekt findet sich im „Hähnensiefen“ westlich der Autobahn 3. Dort wurde ein Zulauf zur Sülz ebenfalls freigeschnitten, so dass wieder Licht auf Ufer und Gewässer fällt. „In dem offenen Bachtal können sich nun natürliche Röhrichte bilden.“ Auch Uferzonen wurden optimiert, damit sich wieder vermehrt gefährdete Arten dort ansiedeln können. Allerdings stehen noch zahlreiche weitere Maßnahmen im Bereich des Gewässerschutzes an. Johannes Behrens-Türk (Deka), Stephan Moos (Kreissparkasse) und Martin König Sparkasse) sagten am Freitag weitere Gelder zu.