Besuch im Kleingarten Warum der Kleingarten so viele Menschen fasziniert

Region · Das Klischee von der spießigen Kleingärtner-Idylle stimmt nicht mehr. Viele junge Familien setzen nach der Corona-Pandemie auf Selbstversorgung und versuchen sich als Obst- und Gemüsezüchter. Ein Besuch in der Anlage in Troisdorf-Oberlar.

 Kleingärtnerverein Troisdorf-Oberlar: Die Siegburgerin Jessica Heinzel freut sich über das frühe Wachstum ihres Rhabarbers.

Kleingärtnerverein Troisdorf-Oberlar: Die Siegburgerin Jessica Heinzel freut sich über das frühe Wachstum ihres Rhabarbers.

Foto: Ralf Klodt

Gleich zu Beginn eine schlechte Nachricht für alle Freunde des Gartenzwergs: Er stirbt aus. Diesen Eindruck gewinnt der Gast jedenfalls, wenn er die Anlage des Kleingärtnervereins Oberlar an der Landgrafenstraße in Troisdorf besucht. Dort finden sich zwischen Osterglocken und Frühlingszwiebeln, Hochbeeten und Regenwassertanks nur noch wenige Exemplare des bärtigen Zipfelmützenträgers. Eine Ausnahme bildet da schon die Parzelle von Karl-Heinz, auf der sich nicht nur zahlreiche Zwerge tummeln. Zwischen Windmühle und Leuchtturm gruppieren sich Raben, Reiher und Eichhörnchen aus Kunststoff und Keramik um einen winzigen Teich. Über einem gemauerten Grill, an dem eine Schubkarre lehnt, weht eine Fahne, die den Pächter als Gladbach-Fan ausweist.