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Stadt Meckenheim drängt auf zwei Unterführungen

Stadt Meckenheim drängt auf zwei Unterführungen

Millionenschwere Bauwerke verbinden künftig das Meckenheimer Neubaugebiet und die RVK mit der Landstraße. Noch präsentiert sich das Bahnhofsumfeld in Meckenheim ziemlich trist. Das ändert sich bald.

Der Bahnhof wird in ein völlig neu gestaltetes Gebiet mit Wohn- und Verwaltungsbauten eingebettet, das jenseits der Voreifelbahn entsteht - auch als "Nördliche Stadterweiterung" bekannt. Von der Rheinbacher Landstraße aus wird es durch zwei Unterführungen erschlossen: die eine für Fußgänger, die andere für den Verkehr. Zwei millionenschwere Bauwerke, auf deren Realisierung die Stadt aktuell drängt.

Direkt am Bahnhof entsteht die Fußgängerunterführung - Baubeginn soll nach Information der Stadt im dritten Quartal sein. Wie berichtet, gibt es dort Beschwerden von Bahnkunden. Sie müssen den Umweg über den nächsten Bahnübergang am Baumschulenweg nehmen, um vom Bahnhofsgebäude zum neuen Außenbahnsteig zu gelangen. "Die Unterführung wird nicht nur die beiden Bahnsteige verbinden", sagt Spilles.

"Da geht es um mehr: Es ist eine städtebauliche Verbindung zwischen Altstadt und Neubaugebiet." Dementsprechend soll bis 2013/14 eine "offene, freundliche Zuwegung", so Spilles, gebaut werden. Die Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro, der Rat hat jüngst einem Vertrag mit der Deutschen Bahn zugestimmt.

Die Stadt beteiligt sich laut Bürgermeister mit einem "sechsstelligen Betrag", wobei sie Fördermittel des Landes beantragt hat. Momentan wird das Neubaugebiet erschlossen, das sich entlang des Baumschulenwegs in Richtung Flerzheim erstreckt. Die Planung geht auf die "Zukunftswerkstatt Bahnhof" zurück, ein Projekt, in das um die Jahrtausendwende Vorschläge von Bürgern eingeflossen sind.

Trasse soll später einmal in Richtung Industriepark fortgesetzt werden

Der Verkehr soll von der Rheinbacher Landstraße durch eine Bahnunterführung ins Neubaugebiet und von dort weiter zum Baumschulenweg geleitet werden. Auch das neu gestaltete Gelände der Regionalverkehr Köln (RVK), auf dem ab 1. Januar 2013 auch das Straßenverkehrsamt und das Jugendhilfezentrum des Rhein-Sieg-Kreises untergebracht sind, sowie das Zentrum der Zeugen Jehovas werden durch diese neue Landesstraße (L163 n) erschlossen.

Die Trasse soll später einmal in Richtung Industriepark fortgesetzt werden. Die Planung sei in trockenen Tüchern, man habe bereits Grundstücke für den Bau erworben, sagt Stadtplanerin Waltraud Leersch. Was noch fehlt: eine Vereinbarung zwischen Stadt, Straßen NRW und Bahn, die auch die Verteilung der Kosten für die Unterführung regelt. Diese liegen laut Stadt insgesamt bei mehr als zehn Millionen Euro.

Spilles: "Wir hoffen, dass der Bau 2013 beginnt." Zunächst werde der Verkehr zu RVK, Kreisbehörden und Zeugen Jehovas über den Bahnübergang Kalkofenstraße abgewickelt - ein Nadelöhr, vor dem die RVK bereits gewarnt hat "Wir wollen diese Übergangszeit möglichst kurz halten", so Spilles.

Neubaugebiet: 57 der 80 Baugrundstücke im Neubaugebiet "Nördliche Stadterweiterung" sind bereits verkauft. Im zweiten Abschnitt entstehen noch einmal 100 bis 120 Wohneinheiten. Die Straßennamen erinnern an Persönlichkeiten, die Meckenheim als Rosen- und Baumschulstadt prägten (Wilhelm Offermann, Wilhelm Ley, Gerhard Fey).