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Nürburgring: Umbau des Freizeit- und Geschäftsbereichs geplant

Nürburgring : Umbau des Freizeit- und Geschäftsbereichs geplant

Die beiden privaten Betreiber des Nürburgrings, Jörg Lindner und Kai Richter, haben angekündigt, in dem erst zwei Jahre alten Freizeit- und Geschäftsbereich erhebliche Umbaumaßnahmen in die Wege leiten zu wollen.

Nürburgring. Die beiden privaten Betreiber des Nürburgrings, Jörg Lindner und Kai Richter, haben angekündigt, in dem erst zwei Jahre alten Freizeit- und Geschäftsbereich erhebliche Umbaumaßnahmen in die Wege leiten zu wollen.

"Wir werden wahrscheinlich Boulevard, Ringarena und Event Center als einen Raum sehen und einheitlich nutzen", sagte Geschäftsführer Jörg Lindner in einem Interview des General-Anzeigers. Ob die Kosten dafür höher liegen als die sieben Millionen Euro, die der Besitzer, das Land Rheinland-Pfalz, für Umbauten einkalkuliert hat, dazu wollten Lindner und der Generalbeauftragte Kai Richter nichts sagen.

"Jetzt Zahlen zu nennen, wäre unseriös", sagte Lindner. Das Land hat bisher schon rund 350 Millionen Euro für den neuen Nürburgring ausgegeben - größtenteils auf Kosten der Steuerzahler, weil eine private Finanzierung gescheitert war.

Eine Trennung der Rennstrecke von den anderen Geschäftsbereichen am Ring, wie von CDU, FDP und Grünen im Landtagswahlkampf ins Spiel gebracht, ist nach Aussage der beiden Betreiber nicht möglich. "Der Motorsport funktioniert für sich alleine eben nicht", sagte Lindner. Es gebe zahlreiche wirtschaftliche Abhängigkeiten.

Darüber hinaus hätten beide einen handelsrechtlich wirksamen Pachtvertrag über mindestens 20 Jahre. "Es gibt keine Veränderungsklausel für den Fall, dass sich die politische Konstellation verändert", erklärte Lindner. Man hoffe darauf, "dass es jetzt, wo der Druck des Wahlkampfes mal weg ist, zu einem Gespräch mit der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner und anderen Kritikern kommt".

Richter und Lindner, die vor einem Jahr als Betreiber eingestiegen waren, ist vorgeworfen worden, etablierte Unternehmen aus den Geschäften am Ring herauszudrängen. Beide warben um Verständnis, dass bei der Neuausrichtung des Rings "nicht von Anfang an alles laufen" könne und fügten hinzu: "Die Region sitzt hier in einem Boot."