Klagen über Übelkeit: Verdacht auf Norovirus auf Kreuzfahrtschiff in Andernach

Klagen über Übelkeit : Verdacht auf Norovirus auf Kreuzfahrtschiff in Andernach

Dutzende Menschen auf einem Schiff klagen über Übelkeit. Der Verdacht: Norovirus-Infektion. Der Fall geht glimpflich aus. Das Schiff muss nicht unter Quarantäne gestellt werden und darf weiterfahren.

Rund 60 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf einem Flusskreuzfahrtschiff in Andernach haben sich möglicherweise eine Norovirus-Infektion zugezogen. Sowohl Fahrgäste als auch Besatzungsmitglieder hätten über typische Symptome wie Übelkeit geklagt, teilte die Wasserschutzpolizei am Montag mit.

Das Schiff mit insgesamt rund 150 Reisenden und knapp 50 Besatzungsmitgliedern an Bord legte am Sonntagabend zunächst im Hafen in Andernach an. Dort seien viele zu einem Ausflug an Land gegangen. Dabei habe ein Mensch über Beschwerden geklagt und sei deshalb vorübergehend ins Krankenhaus gekommen, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung.

Später seien Notärzte auf das Schiff gegangen, weil sich Dutzende Passagiere und mehrere Besatzungsmitglieder nicht wohl fühlten. Von ihnen habe allerdings niemand in eine Klinik gebracht werden müssen. Das Schiff durfte noch in der Nacht planmäßig weiter Richtung Rüdesheim fahren. Es musste der Wasserschutzpolizei zufolge nicht unter Quarantäne gestellt werden.

Erst Ende Juni hatte ein Aufenthalt in einer Ferienanlage in Südthüringen wegen eines Ausbruchs des Norovirus für Schüler und Betreuer aus Berlin und Frankfurt vorzeitig geendet. Dabei mussten allerdings mehr als 20 Erkrankte ins Krankenhaus gebracht werden.