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Adendorf: Wachtberger Kulturwochen am 3. und 4. Juli

3. und 4. Juli : Wachtberger Kulturwochen locken Besucher nach Adendorf

Bei den Wachtberger Kulturwochen sind nicht nur die Früchte des Töpferhandwerks zu bestaunen. Ausstellungen, Musik und ein Vortrag sind an diesem Wochenende geplant.

Gut war die Stimmung am ersten Kunstwochenende in der Töpferstraße 61 unter dem Titel „Facetten des Alltäglichen“ gewesen, fand Hausherrin Jessica Bianco. Im Rahmen der Kulturwochen hatte die Familie gleich für zwei Wochenenden ein Programm im Innenhof von Baumpflege Banks zusammengestellt. Am 3. und 4. Juli lockt neben den Ausstellungen, der Musik und dem Töpfern für Familien ein Vortrag von Ursula Perkams, der Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Landschaft in Adendorf und Umgebung.

„In Adendorf haben das Töpferhandwerk und die Kreativität eine lange gemeinsame Tradition“, sagte Perkams. Am Sonntag um 16 Uhr präsentiert sie spannende Details des Ortes und seiner Historie. Über Jahrhunderte bot das Dorf laut der langjährigen Ortsvorsteherin a.D. nicht nur die Früchte des reinen Töpferhandwerks. Die Tonwaren wurden zusätzlich vielfältig kunstvoll weiterverarbeitet und verziert. Auch im Rahmen der Kulturwochen finde man in Adendorf reichhaltigen kreativen Kunstgenuss, so Perkams. Passend zu diesem Hintergrund bietet Linda Dieye am Sonntag zwischen 13 und 15 Uhr Familientöpfern im Hof der Familie Bianco an.

Dieser Samstag von 19 bis 21 Uhr der Musik, genauer gesagt dem Jazz in sieben Sprachen mit dem bekannten Duo aus Sängerin Ioanna Gianniki und Gitarrist Uwe Arenz. In den Ausstellungen finden die Besucher neben den Objekten der Gastgeberin Plastiken und Skulpturen von Manuela Damian, Margret Zimpel und André Meisner, Keramik von Linda Dieye, Ludwig Kessels Holzobjekte und Bilder von Lena Fleischmann. Um das Wohl hungriger Mägen kümmert sich Hausherr Cesare Bianco persönlich mit selbstgemachter Pizza.

„Ich wollte schon immer mal bei den Kulturwochen mitmachen“, sagte Jessica Bianco. Nicht nur ihre eigenen Werke, sondern auch die anderer Künstler sollten sich einem größeren Kreis erschließen dürfen, fand sie. Deshalb nutzte die im letzten Jahr mit Mann und Kindern nach Adendorf gezogene Künstlerin im Innenhof ihres Hauses die erste sich bietende Gelegenheit. „Alles, was glitzert und glänzt" zieht ihr Interesse auf sich, beschrieb die 41-Jährige die Quelle ihrer Inspiration. Die entstehenden Objekte laden den Betrachter ein, sich auf das Spiel mit dem Licht einzulassen. Mal kann man das eigentliche Objekt in einem Kasten durch eine teildurchlässige Folie nur aus einem bestimmten Winkel, und dann immer wieder anders, sehen.

Mal entdeckt man Gesichter in verlassenen, verlorenen oder weggeworfenen Alltagsgegenständen erst dann, wenn geschickt platzierte Details in der Sonne glitzern.