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Gefahr für Fußgänger und Radfahrer : ADFC kritisiert Situation am Wachtbergring

Gefahr für Fußgänger und Radfahrer : ADFC kritisiert Situation am Wachtbergring

Die ADFC-Ortsgruppe Wachtberg schließt sich der Kritik an der Kreuzung Wachtbergring/Rathausstraße an. Sie sieht eine besondere Gefahr für Fußgänger und Radler.

In die Diskussion um die gefährliche Kreuzung an Wachtbergring und Rathausstraße in Berkum schaltet sich nun auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ein. Wie berichtet, hatte sich dort am Samstag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. ADFC-Ortsgruppensprecher Andreas Stümer stört sich aber auch an der Situation für Fußgänger und Radler.

Wie er mitteilte, sei es gefährlich und eine Zumutung, wolle man zu Fuß oder mit dem Rad das Einkaufszentrum, den Busbahnhof oder Werthhoven erreichen. „Gemeinde, Kreis und Land sind über diese Situation seit mindestens zehn Jahren immer wieder informiert worden“, sagte Stümer. Getan habe sich in diesem Zusammenhang nichts, jedenfalls soweit es um die Belange der Fußgänger und Radfahrer gehe.

Stümer nennt ein Beispiel: Manchmal dauere die Überquerung der Kreuzung vom Fuß-/Radweg auf der Ostseite Richtung Einkaufszentrum mehr als vier Minuten, inklusive eines Zwischenaufenthalts auf einer „viel zu kleinen und ungesicherten“ Insel. Da helfe nur ein Totalumbau der Kreuzung.

Harald Pütz, Leiter des Straßenverkehrsamtes im Rhein-Sieg-Kreis, betonte am Donnerstag, dass man im Fall einer Überplanung der Ampelanlage alle Verkehrsteilnehmer im Blick habe. „Vom Komfort her könnte man die Situation für Radler und Fußgänger verbessern“, gab Pütz unumwunden zu.

Allerdings stehe die Sicherheit bei allen Überlegungen an oberster Stelle. Es habe seiner Kenntnis nach bislang nur einen Unfall mit Radfahrerbeteiligung gegeben, dagegen 17 mit Autos in dreieinhalb Jahren. Eine mögliche längere Wartezeit begründete Pütz mit dem Zeitpunkt des Auslösens der Bedarfsampel innerhalb einer Umlaufphase.