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Adventskalender des Hospizvereins für Bornheim und Alfter

Benefizaktion : Der Hospizverein für Bornheim und Alfter gibt eigenen Adventskalender heraus

Texte und Fotos zum Meditieren bis zum 26. Dezember: Der Ambulante Hospizdienst für Bornheim und Alfter hat einen Adventskalender erstellt.

Der Ambulante Hospizverein für Bornheim und Alfer begibt sich auf Neuland: Zum Abschluss seines Jubiläumsjahres hat der Verein in einer Auflage von 300 Stück seinen ersten Adventskalender herausgebracht. Darin sind unter dem Motto „Miteinander, Füreinander, Lebensgeschichten, Menschlichkeit“ Texte und Zitate ehrenamtlicher Hospizhelfer und bekannter Autoren wie Hanns Dieter Hüsch, Kristiane Allert-Wybranietz und des Philosophen Sören Kierkegaard zu lesen. Sie alle befassen sich, passend zum 20 Geburtstag des Hospizvereins, mit Gedanken über das Leben, dessen Facetten, Nuancen und Phasen.

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ wird am ersten Dezember Cicely Saunders zitiert. Die bekannte Aussage der englischen Krankenschwester, Sozialarbeiterin, Ärztin und Begründerin der modernen Hospizbewegung soll besonders kranken und sterbenden Menschen Trost bieten. Ob Barmherzigkeit oder einfach ein „Gracias a la vida“ („Danke an das Leben“) - jede Aussage ist mit passenden Bildern versehen und soll zur kurzen Meditation anregen.

Der 14. Dezember ist Interview-Ausschnitten aus Gesprächen mit den beiden Schirmherren des Vereins, Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher und seinem früheren Bornheimer Amtskollegen Wolfgang Henseler, vorbehalten. Für Interessierte werden die Gespräche in voller Länge auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.

Der Adventskalender soll Herz, Kopf und Seele ansprechen

Die Inspiration für dieses Projekt nahmen die beiden Initiatorinnen und ehrenamtlichen Hospizhelferinnen Nina Senger-Mertens und Marlies Gollnick vom ökumenischen Adventskalender „Andere Zeiten“. Das Besondere ihrer Variante: Der Adventskalender ist immerwährend, da ohne Jahresangabe und somit jedes Jahr aufs Neue verwendbar. Außerdem umfasst er nicht nur die 24 Vorweihnachtstage, sondern auch die Weihnachtszeit. Liebevoll wurden die Fotos erstellt, das professionelle Design und Layout übernahm Senger-Mertens.

Schon im März liefen die ersten Vorarbeiten an, in kleineren Arbeitsgruppen nahm der Kalender allmählich Gestalt an. „Für mich bedeutet Advent, mich mit einem Text zu beschäftigen. Dazu gehören auch die Wirkung und die Bedeutung, die er für mich haben kann“, erklärte Gollnick den Sinn eines solchen Kalenders, der „Herz, Kopf und Seele ansprechen soll“.

Hospizhelfer werden immer gesucht

Finanzieren konnte der Hospizverein das Werk durch eine Spende der Bornheimer Rotarier, die Gelder stammten passend aus dem Erlös des Rotary-Adventskalenders 2020. Die Vorstellung des Vereinskalenders nutzte Angela Breuer-Pick, um als Koordinatorin für die Tätigkeit als Hospizhelfer zu werben. „Wir brauchen dringend interessierte Frauen und Männer“, appellierte sie. „Wenn man sieht, was an Seniorenheimen entsteht, reißt unsere Arbeit nicht ab.“ Der nächste Ausbildungskurs startet am 15. Januar. Interessente können sich unter 01 78/8 13 43 13 oder unter hobo@hospizdienst-bornheim.de melden. Der Adventskalender ist gegen eine Spende montags, 10 bis 12 Uhr, in der Königstraße 25 erhältlich. Außerdem kann er bei Aktionen des Vereins wie der Waffelbäckerei an den vier Adventssamstagen vor dem Bauhaus im Gewerbegebiet erworben werden.