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Alfter - Olsdorfer Weg ist wieder verkehrssicher

Engagierte Bürger helfen : Olsdorfer Weg in Alfter ist wieder verkehrssicher

Mit Hublader, Traktoren und Anhängern beseitigen die Anlieger Starkregenschäden. Heimatverein und engagierte Bürger packen dabei gemeinsam mit an.

Die Folgen des Starkregens sind im Alfterer Ortsteil Olsdorf auch drei Wochen nach der Katastrophe auf der einen oder anderen Wegstrecke immer noch zu sehen. So auch bis zum Wochenende auf einem landwirtschaftlichen Weg, der von Olsdorf über den Fürdel zum Sportplatz führt. Tiefe Furchen hatte der Wasserlauf gezogen, sodass Spaziergänge in den vergangenen Wochen nicht ungefährlich waren. Den dort als Wegbefestigung aufgelegten Kies hatten die Wassermassen Mitte Juli fast komplett talwärts in die Olsdorfer Straßen bis zum Tonnenpütz gespült.

Reparatur auf 1000 Metern Strecke

Für den Heimatverein Alfter um den Vorsitzenden Georg Melchior und einige Olsdorfer Bürger ein unhaltbarer Zustand. Und so machten sich elf Männer und Frauen am Samstag an die Arbeit. Sie haben die rund 1000 Meter lange Strecke mit dem von der Gemeinde wieder eingesammelten und am Sportplatz zwischengelagerten Material aufgefüllt und damit verkehrssicher gemachen.

Diese tatkräftige Unterstützung nimmt die Gemeinde Alfter denn auch ausgesprochen gerne an, da  „der Bauhof momentan sehr viele Einsatzstellen hat, die wir nach Dringlichkeit abarbeiten. Dazu kommt, dass wir durch Hochwasser-Betroffene immer noch Personalmangel haben“, erklärte Gemeindeprecherin Maryla Günther.

Arbeitsteilung im Akkord

Für die Ehrenamtlichen war das Hilfsprojekt eine Selbstverständlichkeit. „Wir fühlen uns für den Weg mitverantwortlich. Denn wir besitzen auf der Rückseite des Johannishofes eine kleine Grundstücksfläche mit dem Aussichtspunkt Op dem Fürdel“, erklärte Melchior. Und so hatten er und seine Mitstreiter nicht nur einen Hublader am Sportplatz positioniert, sondern auch Trekker samt Anhänger, Schaufeln und Harken mitgebracht. Fünf Stunden lang haben die Traktorfahrer Melchior, Jürgen Reis und Heinz Kreutzberg unzählige Fuhren auf- und entladen, um dann – mangels Wendemöglichkeit – eine Runde um den Alanus-Campus zu drehen und Nachschub zu holen.

Ralf Göbel und Horst Gülly gehörten zu dem Team, das Material in die Furchen und auf die Flächen verteilte. Marieta Kriechel glättete die Strecke. „Das ist einfacher als das Abladen“, erzählte die Olsdorferin. Sie wohnt ganz in der Nähe und möchte den Weg wieder nutzbar machen, zumal sie ihn selber regelmäßig auf ihrem Weg zum Sportplatz abläuft. Jürgen Reis liegt die Instandsetzung des Fürdels ebenfalls am Herzen. Er nutzt die Felder zu beiden Seiten als Plantagen für Tannenbäume und Blumen. Daher kümmert er sich auch sonst regelmäßig um die anfallenden Reparaturen. „Für mich war klar, dass ich hier mitmache“, sagte er zu diesem Einsatz.