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Alfter: Ortsausschuss Volmershoven feiert 50. Jubiläum

Ein Bierdeckel als Hoffnungszeichen : Ortsausschuss Volmershoven feiert 50. Jubiläum

Mit großen und kleinen Gesten feiert der Ortsausschuss Volmershoven sein 50-jähriges Bestehen. Wie sich die Corona-Zeit auf die Arbeit für das Dorf auswirkt und wie es nach der Pandemie weitergehen soll.

Es ist eine kleine Gruppe, die am 50. Jahrestag des Ortsausschusses Volmershoven-Heidgen, an der Lore Ecke Hauptstraße/Kottenforststraße in Volmershoven beisammen steht. Trotz all der Widrigkeiten, die Corona mit sich bringt, wollte der Vorstand diesen Tag nicht einfach so verstreichen lassen. „Jeder soll an diesem Tag sehen und wissen, dass es ein besonderer Tag für den Ortsausschuss und für Volmershoven-Heidgen ist“, erklärt Anja Frenkel, die erste Vorsitzende, die gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Hans-Peter Schneider, Steffi Schneider und Steffi Rötzheim bei der Geburtstagsaktion vor Ort ist.

Früh am Morgen stellt der Vorstand auf dem Dorfplatz am Bücherschrank ein Jubiläumsschild auf und spannt Geburtstagsbanner an der Lore und gegenüber dem Landgasthof „Zur Linde“. Außerdem befestigen sie im ganzen Dorf Jubiläumsluftballons an den Häusern der aktiven und ehemaligen Mitglieder des Ortsausschusses. „Gerne hätten wir heute groß gefeiert“, erzählt Anja Frenkel, „aber wir werden das zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.“ Bereits am Vorabend verteilten sie an jeden Haushalt ein besonders gestaltetes Rundschreiben: einen Jubiläumsbierdeckel, dessen Text den Lesern Hoffnung auf das gemeinsame Wiedersehen nach Corona macht.

Seniorentage, Goldhochzeiten und Maiansingen

Am 29. April 1971 wurde der Ortsausschuss Volmershoven-Heidgen als Bürgerausschuss durch Vertreter aller ortsansässigen Vereine in der damaligen Gaststätte Werres in Volmershoven gegründet. Gestern wie heute richtet er Seniorentage, Goldhochzeiten und das traditionelle Maiansingen auf dem Dorfplatz aus und organisiert die Feierlichkeiten an den Brauchtumstagen. Vor 50 Jahren wird das erste Volmershovener Prinzenpaar proklamiert und der Ausschuss ruft den Karnevalszug ins Leben, der seither jährlich durch die Straßen des Doppelortes zieht.

Corona hat die ehrenamtliche Arbeit des Ortsausschusses zum Erliegen gebracht. „Ein ganzes Jahr Ortsausschuss ist nicht da“, so Frenkel. „Keine Kirmes, kein Karneval, kein Dorfflohmarkt, keine Jahreshauptversammlung,“ führt sie weiter aus. „Wir wollen unterwegs sein, Geschichten hören und Bilder sammeln. Das fehlt uns.“ Mit den gesammelten Anekdoten und Fotos der Anwohner möchte der Vorstand ein Geburtstagsbuch herausgeben. Darin sollen auch die geleisteten Projekte der vergangenen 50 Jahre ihren Platz finden, wie beispielsweise das Aufstellen der Lore. Sie wurde zum 25. Jubiläum vom heutigen Ehrenvorsitzenden Johannes Dung, der damals im Vorstand aktiv war, gespendet.

Um der Dorfgemeinschaft zur Coronazeit etwas Fröhlichkeit zu spenden, hat der Ortsausschuss im vergangenen Jahr teils kreative Lösungen gefunden. So schallte am 1. Mai letzten Jahres das Lied „Der Mai ist gekommen“ vom geschmückten Hänger des Treckers, den Martin Tiggemann durch die Straßen lenkte und die Anwohner sangen vor ihren Haustüren mit.

Der Ausschuss sorgte auch dafür, dass Sankt Martin die Wecken zu den einzelnen Häusern brachte, weil der Martinszug abgesagt werden musste. Der traditionelle Dorf-Frühjahresputz diesen Monat konnte hingegen normal stattfinden. 55 Personen von jung bis alt kamen, um ihr Dorf zu fegen und vom Müll zu befreien.