1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Alfter

Coronakonforme Aktionen: Alfterer Mittelgemeinden gehen kreativ durch den Advent

Coronakonforme Aktionen : Alfterer Mittelgemeinden gehen kreativ durch den Advent

Die Alfterer Mittelgemeinden haben mit drei Aktionen ihren „Lebendigen Adventskalender“ ersetzt, der coronabedingt ausfallen musste. Was es mit Maria und Josef im Koffer auf sicht hat, verrät eine der Organisatorinnen.

Corona-Maßnahmen setzen kreative Energien frei: so auch in der Pfarreiengemeinschaft Alfter. Um die Adventszeit – trotz Kontaktbeschränkungen – für die Gläubigen besinnlich erfahrbar zu machen, hat sich der Familienkreis der Mittelgemeinden Impekoven, Gielsdorf und Oedekoven etwas einfallen lassen. Drei Aktionen haben zwölf Familien als Alternative zum bisherigen „Lebendigen Adventskalender“ auf den Weg gebracht.

So treffen sich seit dem vierten Dezember jeden Freitag Männer, Frauen und Kinder zu besinnlichen Auszeiten auf den Kirchplätzen der Dörfer, um sich mit adventlichen Geschichten, Musik und Gebet auf Weihnachten einzustimmen. Nach Gielsdorf und Oedekoven wäre am 18. Dezember Impekoven an der Reihe gewesen.

Wegen des Lockdowns wurden die Pläne allerdings geändert: Bis Heiligabend werden an den Sakristei-Fenstern und im Rondell vor der Kirche ein vorbereitetes Bild, eine Geschichte und eine Aktion zum Mitmachen angeboten. „Damit die Besucher Zeit haben, diese Auszeit zu besuchen und nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen“, erklärte Mitorganisatorin Regina Wigger-Toelstede.

Spaziergang vorbei an geschmückten Fenstern

Das zweite Projekt findet am vierten Adventssonntag, 20. Dezember, statt. Von 16.30 bis 19.30 Uhr können bei einem Spaziergang durch die drei Dörfer geschmückte und festlich beleuchtete Adventsfenster bewundert werden. 20 Familien haben sich bisher zum Mitmachen angemeldet. „Diese Veranstaltung soll besinnlich und zugleich kontaktlos sein. Vor dem einen oder anderen Haus werden allerdings Mitgebsel ausliegen – zum Mitnehmen“, schmunzelte Wigger-Toelstede.

Ihr und Martina Schmeichler lag mit „Maria und Josef im Koffer“ die dritte Aktion besonders am Herzen. Seit dem ersten Advent ist das heilige Paar auf seinem Weg nach Bethlehem in den Mittelgemeinden auf Herbergssuche. In zwei Koffern werden Maria und Josef von einer Familie zur nächsten weitergereicht.

Ob Maria und Josef einen Platz am Küchentisch oder im Wohnzimmer erhalten, das bleibt jedem Gastgeber selber überlassen. Was der Einzelne mit den ungewöhnlichen Gästen erlebt, kann er im Reisetagebuch, das im Gepäck dabei ist, niederschreiben.

„Maria und Josef sollen den Menschen die Möglichkeit geben, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Durch das Kofferprojekt hoffen wir auf mehr Gemeinschaftsgefühl in den Mittelgemeinden“, sagte Wigger-Toelstede. Jetzt schon sei sie gespannt, ob das Paar zum Wortgottesdienst an Heiligabend ab 16.30 Uhr vor dem Gielsdorfer Dorfgemeinschaftshaus eintreffen wird.