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Innogy-Klimaschutzpreis: Alfterer Verein für Amphibienteich ausgezeichnet

Innogy-Klimaschutzpreis : Alfterer Verein für Amphibienteich ausgezeichnet

Westenergie (ehemals Innogy) hat zwei Alfterer Vereine mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Die Jury belohnte nachhaltigen Naturschutz im Jakob-Wahlen-Park und auf dem Friedhof in Oedekoven.

Premiere beim Alfterer Klimaschutzpreis: Zum ersten Mal vergab Westenergie, bis Ende September fimierte die Eon-Tochter noch unter dem Namen Innogy, drei Preise an zwei Vereine für vier Projekte. Der erste und dritte Preis und damit insgesamt 1750 Euro gingen an den Heimatverein Alfter 1892, der einen Amphibienteich angelegt und mit der Aufforstung einer 1400 Quadratmeter großen und kürzlich erworbenen Fläche im Jakob-Wahlen-Park begonnen hat. Den zweiten Preis verlieh die Jury an den erst vor zwei Jahren gegründeten Förderverein Heimat- und Naturschutz Oedekoven für sein Engagement in der Baumbestattung und seiner Pflanzaktion am alten Friedhof.

Die Entscheidung fiel den Juroren aus Stadtverwaltung und Westenergie nicht leicht. „Wir hatten so viele Bewerber“, sagte Bürgermeister Rolf Schumacher bei der Preisvergabe im Rathaus Oedekoven. Groß war die Freude bei Georg Melchior, der als Vorsitzender des Heimatvereins den Klimaschutzpreis nach 2018 zum zweiten Mal entgegennahm. Der Amphibienteich sei zwar mit viel Arbeit verbunden gewesen, aber der Erfolg spreche für sich. Mittlerweile seien dort jede Menge Frösche, Kaulquappen und ein Feuersalamander zu Hause.

Viel Zeit und Musekelkraft haben die Mitglieder in diesem Jahr auch in die Aufforstung des erst 2019 erworbenen Areals hinter der Grillhütte gesteckt. Dort wurden 300 Schwarznussbäume gesetzt. Weitere Aufforstungen im Park des Vereins will Schumacher unterstützen. „Wichtig ist die Pflanzung von Bäumen, die dem Klimawandel gewachsen sind. Es ist ein Thema, mit dem wir uns auch im Rat befassen müssen. Wir müssen uns überlegen, ob wir nicht Geld dazugeben.“

Wassersack und Nistkasten fürs Apfeltor

Sein Preisgeld von 750 Euro kann auch der Oedekovener Heimat- und Naturschutz gut gebrauchen. Der Verein kümmert sich intensiv um den Friedhof. Auf der dortigen Erweiterungsfläche pflanzten die 18 Mitglieder nicht nur 1000 Krokusse, sondern initiierten auch die ersten Baumbestattungen. „Die Resonanz der Bürger ist einfach nur gut“, sagte der Vorsitzende Detlef Nath.

Nun sollen eine Traubeneiche, eine Hainbuche und eine Rotbuche gepflanzt werden und weitere Möglichkeiten einer Baumbestattung schaffen. „Die Friedhofsbestattung ist im Wandel. Baumbestattung ist ein Wunsch aus der Bevölkerung“, weiß Schumacher. Aber auch das zweite große Projekt des Vereins wurde gewürdigt – wenn auch nur mit einem Trostpreis. Für das Apfeltor nahm Nath einen Wassersack und einen Nistkasten entgegen. „Da fehlt noch eine Hecke. Man könnte überlegen, ob wir das Preisgeld dafür nutzen“, erläuterten Sabina Glasmacher und Brigitte Schächter.

Seit 2005 vergibt der Energiekonzern Klimaschutzpreise in zahlreichen Kommunen an Vereine, Institutionen und Einzelpersonen, seit 2011 gehört auch Alfter dazu. Ausgezeichnet werden Umwelt- und Klimaschutzprojekte, die einen Nutzen für die Allgemeinheit haben.