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Altes Feuerwehrhaus in Alfter: Bürger können Stellung zu Plänen nehmen

Bürger können Stellung nehmen : Alfter stellt Pläne für das neue Feuerwehrhaus vor

Das alte Alfterer Feuerwehrhaus soll Anfang 2021 abgerissen werden. Ein neues Gerätehaus soll an gleicher Stelle in die Steinergasse gebaut werden. Bürger können jetzt Stellung zu den Plänen nehmen.

Anfang 2021 sollen die Abrissbagger in die Steinergasse rollen und das alte Feuerwehrgerätehaus dem Erdboden gleichmachen. Das geht es aus Unterlagen der Gemeindeverwaltung zur kürzlich stattgefundenen Sitzung des Alfterer Gemeindeausschusses vorher, in dem die Kommunalpolitiker einstimmig die Pläne für ein neues Gerätehaus voran brachten und die Offenlage der Pläne beschlossen.

Das bedeutet: Bürger und sogenannte Träger öffentlicher Belange können zum aktuellen Planungsstand Stellung nehmen. Im Amtsblatt der Gemeinde wird das Verfahren dazu erläutert.

Neubau wird Millionenprojekt

Die Tage des Gerätehauses in Alfter-Ort sind gezählt, weil das Gebäude aus dem Jahr 1968 vom Platz und der Ausstattung her nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Daher soll auf dem gleichen Grundstück ein Neubau für die Feuerwehr mit ausreichend Platz und moderner Technik entstehen.

Das wird einen Millionenbetrag kosten, allerdings hofft die Gemeinde auf Fördergelder. In der Ausschusssitzung hob Alfters Ortsvorsteher Norbert Lehna (CDU) erneut die Akzeptanz der Anwohner für einen Neubau hervor. Von allen Seiten sei ihm grünes Licht für das Vorhaben signalisiert worden.

Übergangsquartier soll eine Lagerhalle am Freudiger Weg werden

Selbstredend müssen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr auch einsatzbereit sein, während das Gerätehaus an der Steinergasse nicht zur Verfügung steht. Allerdings ist ein Übergangsquartier bereits in Arbeit.

„Aktuell laufen die Planungen für die Nutzung einer Lagerhalle am Freudiger Weg in Alfter“, teilte Gemeindesprecherin Maryla Günther auf Anfrage des General-Anzeigers mit. Dazu seien derzeit die Rahmenbedingungen in der Abstimmung, weil die Lagerhalle für eine Nutzung durch die Löschgruppe hergerichtet werden müsse und entsprechende gesetzliche Bestimmungen auch für eine Interimslösung einzuhalten seien.

Auch das ist selbstredend mit Kosten verbunden. Entsprechende Ausführungen hatte Kämmerer Nico Heinrich bereits im Rahmen des kürzlich von der Politik beschlossenen Nachtragshaushalts gemacht.

Nach Heinrichs schriftlichen Ausführungen muss die Gemeinde nicht nur die Halle anmieten, sondern auch Container. Die jährliche Mietkosten belaufen sich laut Heinricht auf 75.000 Euro. Dazu kämen 285.000 für die Anlieferung und die Herrichtung der Container. Stand jetzt plant die Gemeinde den Umzug der Löschgruppe an den Interimsstandort für das erste Quartal 2021. Und dann könnten die Abrissbagger in die Steinergasse kommen.