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Hilfe für Brummi-Fahrer: Belgischer 40-Tonner fährt sich auf Feldweg in Alfter fest

Hilfe für Brummi-Fahrer : Belgischer 40-Tonner fährt sich auf Feldweg in Alfter fest

In Alfter hat sich ein Lastwagen aus Belgien auf einem schmalen, landwirtschaftlichen Weg festgefahren. Spontane Hilfe, um den 40-Tonner wieder frei zu bekommen, gab es schließlich von einem örtlichen Landwirt mit dessen Traktor.

Über Stunden hat sich am Samstag die Abschleppaktion eines festgefahrenen Lasters in Alfter hingezogen. Ein 40-Tonner aus Belgien war gegen Mittag auf der Anliegerstraße Görreshöhle, die in ihrem Verlauf zu einem schmalen, landwirtschaftlichen Weg wird, von der Strecke abgekommen: Beim Rückwärtsrangieren geriet der Brummifahrer in die Böschung.

Seine Versuche, den Laster wieder flott zu machen, bekam in der Folge ein Kunde des Alfterer Obsthofes Mandt mit. Der meldete sich gegen 16 Uhr per Telefon im Hofladen von Heike Mandt, weil ein Traktor gebraucht wurde. Ihr Sohn Markus Mandt war zu dem Zeitpunkt gerade zufällig nahe der Görreshöhle mit der Feldarbeit beschäftigt. Spontan kam Mandt dem Brummifahrer mit seinem 110 PS starken Traktor zur Hilfe. Zuvor hatte laut Mandt bereits ein anderer Traktorfahrer sein Glück versucht, habe aber nicht helfen können.

Foto: Axel Vogel/AXEL VOGEL

Markus Mandt probierte es erst damit, den 40-Tonner rückwärts wieder auf den Feldweg zu ziehen. Als das misslang, setzte er sich vor den Truck: „Dazu musste ich allerdings einen Umweg nehmen, weil der Weg wegen einer angrenzenden Böschung und eines Zaunes zu schmal war, um den Truck zu umfahren.“

Vor dem havarierten Laster angekommen, wurde die Abschleppaktion trotzdem nicht einfacher: „Ich musste den Laster mehrfach herausziehen, weil der Fahrer etliche Male beim Rückwärtsfahren wieder in die Böschung geriet“, so Mandt. Er schätzt die Zahl der Versuche auf rund 25. Was ihm die Arbeit und seinem Traktor das Herausziehen etwas erleichterte: „Der Lkw war Gott sei Dank nicht beladen.“

Wie Mandt erfuhr, war der Belgier unterwegs, um Holz zu laden. Bei der Anfahrtsroute habe sich der Mann dann wohl auf die GPS-Daten verlassen und sich festgefahren.

Gleich mehrere Zeugen des Vorfalls hatten ihre Hilfe angeboten, darunter auch eine Frau, die für Mandt gedolmetscht hatte, weil der den französischen Fahrer nicht verstehen konnte.

Für Georg Melchior, Vorsitzender des Heimatvereins, der ebenfalls helfen wollte, ist es völlig unverständlich, warum der Lasterfahrer diesen Weg gewählt hatte: „Auf der Görreshöhle steht am Ende der Bebauung noch ein zweites Durchfahrt-verboten-Schild.“ Zudem hätte der Fahrer auch erkennen müssen, dass der Weg viel zu eng wird. Als der Laster schließlich gegen 19.30 Uhr wieder mit allen Rädern auf sicherem Grund stand, steuerte der Belgier seinen Brummi rückwärts auf der Görreshöhle zurück.