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Haltepunkt in Impekoven: "Der Bahnhof ist fertig, aber man kommt nicht dran"

Haltepunkt in Impekoven : "Der Bahnhof ist fertig, aber man kommt nicht dran"

"Der Bahnhof ist fertig, aber man kommt nicht dran." Mit dieser Zuspitzung fasste Michael Schroerlücke (Grüne) die aktuelle Entwicklung rund um den Ausbau des Haltepunktes in Impekoven zusammen.

Wie die Alfterer Gemeindeverwaltung jüngst im Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, wird die neue Station der RB23 zwar pünktlich im Dezember fertig, nicht aber die kommunale Infrastruktur.

Der Zeitplan der Gemeinde für den Ausbau der Straße "Zur Ölmühle" und die Anlage der Parkflächen für Autos und Fahrräder kann nicht eingehalten werden, weil die Deutsche Bahn länger für den Ausbau braucht als ursprünglich angesetzt und mit ihrem Bedarf an Arbeitsraum die kommunalen Flächen blockiert. Wie die Verwaltung mitteilte, hatte sich der Ausbau des Haltepunktes durch die Bahn mehrfach verzögert, so dass die Gemeinde in dem beengten Areal ihre eigenen Arbeiten zurückstellen musste.

Die neue Bahnstation verläuft 170 Meter parallel "Zur Ölmühle", die in Verbindung mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke ausgebaut werden soll. Mit dem ersten Bauabschnitt kann voraussichtlich erst im Oktober begonnen werden. Im nordöstlichen Bereich ist unter anderem ein Wendehammer geplant, der für die Fahrkurve eines Lkws ausreichend groß ist.

Der zweite Bauabschnitt, der Straße und Bürgersteige an den Ahrweg anbindet und die Schaffung von Parkplätzen vorsieht, kann frühestens im Dezember oder Januar erfolgen. In Absprache mit den von der Bahn beauftragten Baufirmen will die Gemeinde jedoch alle Arbeiten anpacken, die zeitgleich möglich sind. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, die jeweils erforderlichen Maßnahmen auszuschreiben und zu vergeben. "Wir müssen handlungsfähig sein", begründete Bürgermeister Rolf Schumacher dieses Vorgehen und teilte mit, dass man die Bahn um eine weitere Informationsveranstaltung gebeten habe.