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Voreifelstrecke in Impekoven: Die Arbeiten beginnen am 1. Juli

Voreifelstrecke in Impekoven : Die Arbeiten beginnen am 1. Juli

Jetzt kommt er, der zweigleisige Ausbau der Voreifelstrecke, und mit ihm die ersten Bauarbeiten, Sperrungen und Einschränkungen auf der Regionalbahnlinie RB 23. Rund 80 Bürger besuchten am Montagabend im Rathaus in Oedekoven die erste Anwohnerinformationsveranstaltung der Deutsche Bahn AG, die dort den Projektablauf für Impekoven vorstellte.

Los geht es bereits am 1. Juli mit der Sperrung des Bahnübergangs "Am Wormshof" für alle Verkehrsteilnehmer. Er wird geschlossen und durch eine Personenunterführung ersetzt, die im Dezember 2014 fertig sein soll. Bis dahin müssen auch Fahrradfahrer und Fußgänger auf die Euskirchener Straße (B 56) und den Ahrweg ausweichen, während Autofahrer die Querung "Am Wormshof" künftig überhaupt nicht mehr nutzen können.

Am Wochenende 13. und 14. Juli geht es dort richtig zur Sache: Die Strecke wird gesperrt, damit "Am Wormshof" eine Behelfsbrücke eingebaut werden kann. Die Arbeiten für den neuen Haltepunkt in Impekoven starten voraussichtlich ab September/Oktober. Dort werden zunächst die Bahnsteige aufgebaut, die vom Ahrweg aus barrierefrei über Rampen erreichbar sein werden. Auch wird ein neuer Seitenweg für die Verbindung zwischen Oedekoven und dem neuen Haltepunkt in Impekoven angelegt, denn der Bahnübergang "Zur Ölmühle" wird nach dem zweigleisigen Ausbau ebenfalls geschlossen. Die Gleisarbeiten stehen erst im Laufe des nächsten Jahres an.

Eine pendlerfreundliche Ausstattung des Haltepunkts hat die Gemeinde Alfter bereits im Blick. Auf Nachfrage der Bürger erklärte Bernhard Esch, Leiter des Tiefbauamtes der Gemeinde, dass auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Nähe 30 Park-and-ride-Plätze geplant seien. "Aufgrund von Erfahrungswerten in Witterschlick gehen wir davon aus, dass das reichen wird." Über die Zahl der Fahrradstellplätze konnte Esch noch nichts sagen. Sorge bereitete Anwohnern, dass die Schranke am neuen Haltepunkt nicht mehr mit Lichtzeichen, sondern einem akustischen Signal ausgestattet wird, das dann im Viertelstundentakt ertönen wird.

Projektleiter Florian Bonn von der DB ProjektBau GmbH erläuterte, dass dies aus Sicherheitsgründen zwingend vorgeschrieben sei. Es sei jedoch möglich, die Lautstärke nachts zu senken. Auch könne man Einfluss auf die Ausrichtung des Signals nehmen, sodass es nicht in die Häuser schalle. Das Einhängen der Schallschutzwände, die aus etwa zwei Meter hohen Aluminiumprofilen bestehen, ist im nächsten Jahr vorgesehen. In Impekoven werden davon einige Anwohner "Am Rennerkirchen" und am "Ahrweg" profitieren. Die Standorte für den Lärmschutz wurden durch ein entsprechendes Gutachten ermittelt.

Auch Fragen der Beweissicherung wegen möglicher Schäden an Wohnhäusern während erschütternder Bauarbeiten beschäftigten die Bürger. Ihnen wurde zugesichert, dass die Bestandaufnahme des Zustandes vor Beginn solcher Baumaßnahmen durch die ausführende Firma erfolgt. Kritik mussten die Bahnvertreter wegen mangelnder Informationen einstecken. Nicht alle Bewohner an der Ausbaustrecke hatten die aktuellen Faltblätter im Briefkasten und forderten mit Nachdruck eine verlässliche Verteilung.

Für Pendler wird es ab Sommer zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen. Bahnnutzer sollten daher auf aktuelle Aushänge und Informationszettel achten. Der Ausbau der Strecke zieht auch umfangreiche Baumaßnahmen im Bonner Hauptbahnhof und an zwei neuen Haltepunkten in Bonn nach sich. Vom 22. Juli bis 29. September kann deshalb der Streckenabschnitt zwischen Bonn-Duisdorf und Bonn Hauptbahnhof nur eingleisig befahren und der Viertelstundentakt in der Hauptverkehrszeit nicht aufrechterhalten werden. Die Züge fahren nur halbstündlich. Auf den parallel laufenden Stadt- und Regionalbuslinien gibt es daher Zusatzfahrten.