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e-regio widerspricht Freien Wählern: Keine Fäkalien im Görresbach

e-regio widerspricht Freien Wählern : Keine Fäkalien im Alfterer Görresbach

Das Unternehmen e-regio hat den Freien Wählern widersprochen: In Alfter könnten infolge des Hochwassers keine Fäkalien in den Görresbach gelangt sein. Dafür führt das Unternehmen einen gewichtigen Grund an.

Aus dem Regenrückhaltebecken am Alfterer Stühleshof sind nach Angaben von e-regio keine Fäkalien in den Görresbach gelangt. „Die bauliche Konstruktion des Regenrückhaltebeckens schließt das Ausspülen von Fäkalien zu jedem Zeitpunkt technisch aus“, teilte Simone Leimbach, Leiterin der Stabsstelle Marketing und Kommunikation bei e-regio, mit. Ihren Angaben nach gibt es bei jedem Rückhaltebecken ein Trennbauwerk mit Überlaufschwelle, an der das Schmutzwasser getrennt vom Regenwasser weitergeleitet wird. Das Schmutzwasser verbleibe im Kanalnetz, eine Weiterleitung in das Regenrückhaltebecken sei technisch und faktisch unmöglich, so Leimbach.

Rückhaltebecken für 100-jähriges Hochwasser dimensioniert

Wie berichtet, hatten die Freien Wähler kritisiert, dass Wasser aus dem Becken in den unteren Abschnitt des Görresbachs geflossen war, was zu starken Überflutungen bis hinunter zur Stadtbahnhaltestelle der Linie 18 geführt hatte. Mit dem Wasser seien nach Beobachtungen von Anwohnern auch Fäkalien ins Unterdorf gespült worden. Letzterem hat e-regio nun widersprochen. Klar ist aber, dass Wasser aus dem Becken in den Görresbach abgelassen wurde.

Laut e-regio war der Notablauf des Beckens angesprungen, als es vollgelaufen war. Das Ablassen des Wassers in den Bach sei für einen solchen Fall vom Rhein-Sieg-Kreis genehmigt. Das Becken ist laut Leimbach für ein Unwetterereignis dimensioniert, das statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt.