Gefährlicher Schulweg nach Witterschlick Verbesserungen für Grundschüler aus Volmershoven-Heidgen beschlossen

Alfter-Volmershoven · Gemeinde und Politik haben auf Klagen von Eltern aus Volmershoven-Heidgen über den gefährlichen Weg zur Grundschule reagiert. Allerdings kommen nicht alle Familie in den Genuss einer bestimmten Verbesserung.

 Für die Kinder aus Volmershoven-Heidgen ist der Weg zur Grundschule gefährlich.

Für die Kinder aus Volmershoven-Heidgen ist der Weg zur Grundschule gefährlich.

Foto: Caroline Lutz

Für Kinder aus Volmershoven-Heidgen dürfte sich der Schulweg nach Witterschlick verbessern. Entsprechende Beschlüsse hat der Alfterer Gemeinderat jetzt auf den Weg gebracht. Wie berichtet, hatten Eltern aus Volmershoven-Heidgen gegenüber dem GA kritisiert, dass der Schulweg nach Witterschlick entlang der Hauptstraße (L 113) gefährlich ist.

Die Mädchen und Jungen passieren unübersichtliche Ausfahrten sowie schmale Gehwegabschnitte und queren ohne Fußgängerüberweg eine stark frequentierte Straße. Linienbusse sind keine Alternative, da die Abfahrtzeiten nicht mit den Unterrichts- und OGS-Zeiten harmonieren. Dazu kommen laut Eltern vergleichsweise hohe Kosten. Betroffen sind knapp 60 Kinder.

Alfter zahlt Bustickets für Grundschüler

Infolge der GA-Berichterstattung hatten SPD und UWG das Thema auf die Agenda gebracht. Einstimmig beschloss der Rat ein von der Gemeinde vorgeschlagenes Vorgehen: Die Gemeinde schließt mit dem Unternehmen Regionalverkehr Köln (RVK) und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) einen Vertrag über das Prima-Ticket ab, ein spezielles Nahverkehrsticket für Grundschüler für den Weg zwischen Schule und Wohnort. Dazu wird die Gemeinde den Schulträgeranteil von 55,15 Euro pro Kind und Monat (für elf Monate im Jahr) übernehmen. Die Eltern müssen laut Gemeinde nichts bezahlen.

In der Folge will der zuständige Rhein-Sieg-Kreis zum Schuljahr 2022/23 das Bus-Angebot ein wenig ändern: Aus einer Taxibus-Fahrt der Linie 812 um 11.56 Uhr (nach der vierten Schulstunde) soll eine reguläre Busfahrt werden, nachmittags wird eine Fahrt der Linie 812 zeitlich so angepasst, dass sie mit dem Ende des Offenen Ganztags harmoniert. Ebenso will der Kreis gemeldeten morgendlichen Verspätungen auf der Linie 800 nachgehen, um das Problem zu lösen.

Nur rund 15 Kinder bekommen die Bustickets bezahlt

Allerdings übernimmt die Gemeinde die Kosten für das Prima-Ticket nur für die Kinder, die nach der NRW-Schülerfahrkostenverordnung freifahrtberechtigt sind. Das ist der Fall, wenn zwischen Wohnort und Schule mindestens zwei Kilometer liegen. Laut Gemeinde trifft das auf rund 15 Kinder aus Volmershoven-Heidgen zu, was die Gemeinde, je nach genauer Schülerzahl, jährlich 6000 bis 9000 Euro kostet.

Übernähme die Gemeinde als freiwillige Leistung die Prima-Tickets für alle Grundschüler aus Volmershoven-Heidgen, kostete dies im Jahr rund 42.000 Euro, wie Susanne Petram, Leiterin des Fachbereichs Schule, Kultur und Sport, sagte. Eltern von Kindern ohne Freifahrtberechtigung bleibt das 4er-Ticket-Kurzstrecke für einen Euro pro Fahrt.

Michael Schroerlücke (Grüne) nannte die Beschlüsse einen Anfang, „mehr aber auch nicht“. Seit fünf Jahren fordere man vom Kreis eine Verbesserung des Nahverkehrsangebots für Volmershoven, sagte er. Und der Schulweg sei für alle gefährlich.

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