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Im Vorgebirge bereiten sich die Jecken auf die Session 2022 vor

Karneval im Vorgebirge : Die Narren in Bornheim und Alfter warten auf den 11. November

Vorbereitungen für Sitzungskarneval laufen auf Hochtouren. Bisher gibt es wenige Tollitäten, aber viele offene Fragen zu den Coronaschutzmaßnahmen.

Der Karneval steht vor der Tür. Auch in Bornheim und Alfter laufen die Vorbereitungen für die Proklamations- und Kostümsitzungen auf Hochtouren, die Jecken hoffen nach einjähriger Unterbrechung auf eine fast normale Session 2021/22 - natürlich unter Einhaltung der jeweils aktuellen Coronaschutzverordnung. Dabei planen sie oft auch ins Ungewisse.

Klar ist: Innenveranstaltungen finden nur für Genesene und Geimpfte statt. Ob die Züge in bewährter oder abgespeckter Form losziehen können und welche Hygienekonzepte umsetzbar sind, ist in beiden Kommunen noch nicht entschieden. Auch bei Tollitäten und Auftritten hieß es oft umplanen. Doch soweit möglich wurden Termine mit Musikgruppen und Büttenrednern vom vergangenen auf dieses Jahr geschoben.

Witterschlicker Prunksitzung ist terminiert, aber das Kinderfest noch unsicher

Die Witterschlicker Tonmöhne haben ihre Prunksitzung bereits für Samstag, 13. November, um 19.30 Uhr terminiert. Bei ebenfalls in Witterschlick beheimateten „grün-weißen Alpenrose“ beginnt die Session mit der Kostümsitzung am 8. Januar 2022 um 20 Uhr. Beide Veranstaltungen finden in der Turnhalle, Buschhovener Straße, statt. Angeboten werden bei den Narren der „Alpenrose“ nur Flaschengetränke. Ob kleinere Speisen serviert werden können, wird im Dezember entschieden, „denn das richtet sich dann nach den aktuellen Regeln“, so der Vorsitzende Dennis Schiffelgen. Unter der Federführung der neuen Sitzungspräsidentin Daria Luschinski werden unter anderem Künstler wie Lupo und Tänzerinnen der vereinseigenen Jugendgarde die Bühne stürmen. Ob die beiden Kindertanzgruppen danach beim Kinderfest am 9. Januar die Beine schwingen, ist noch unsicher. Denn dieses Fest wird laut Schiffelgen nur steigen, wenn es eine Lockerung der Maßnahmen geben sollt. Die sonst fälligen Test-Kontrollen seien nicht zu leisten. Insgesamt ist Schiffelgen stolz darauf, dass sein Verein – trotz fehlender Aktivitäten 2021- keine Mitglieder verloren hat.

Eine erwachsene Alfreda wird es dieses Mal nicht geben, in Merten regieren Susanne I. und Theo II.

Die Alfterer Große Karnevalsgesellschaft hat ihre komplette Sitzung von 2021 auf den 29. Januar 2022, um 19.11 Uhr (Spargel Weber, Knipsgasse) verschieben können. Zu den Highlights gehören wie immer Auftritte des Damenkomitees Rot-Weiß Alfter und der Prinzengarde 1926. Eine erwachsene Alfreda wird es aber nicht geben. „Diejenige, die es gerne machen möchte, wird erst in der Session 2022/23 proklamiert. Bei der Kindertollität haben wir einen Interesssenten. Da laufen gerade die Gespräche mit den Eltern“, sagte Heike Reis, zweite Vorsitzende des Festkomitees Alfterer Karneval 1910. Bei einer Zusage werde eine Proklamation der Kindertollität nur in kleinem Rahmen durchgeführt.

Die Mertener Tollitäten Susanne I. (Lang) und Theo II. (Mandt) sind die 60. Regenten im 60. Jahr der Dorfgemeinschaft. Proklamiert wird das Duo am 15. Januar um 20 Uhr im Festzelt auf dem Heinrich-Böll-Platz. Zu den Top-Acts, die 2021 schon auftreten sollten, gehören unter anderem Björn Heuser, „Rabaue“ und „Et Fussich Julche“. Weitere Künstler wie das Männerballet Kendenich wurden neu verpflichtet.

Am 16. Januar, geht es um 14 Uhr mit der Kindersitzung weiter. Für Narren ab 16 Jahren gilt dabei die 2-G-Regeln. Jüngere Kinder dürfen so rein, da eine regelmäßige Testung in den Schulen erfolgt. Stichproben werden allerdings durchgeführt. Ob Kindertanzgruppen auftreten dürfen, werde die Entwicklung zeigen, so der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Josef Breuer. Prinzenempfänge in den Gaststätten stehen noch nicht fest, sagte er: „Wir versuchen jedoch so viel Normalität wie möglich zu schaffen.“

Beim Widdiger Prinzenempfang gehört die Bühne den Kindertanzgruppen

In den Startlöchern stehen auch schon Wilfried Hambach und Friedel Emmerich von den Lila Funken des Vereins Widdiger Karneval. Bei ihnen treffen sich die Tollitäten am 30. Januar um 11 Uhr zum Prinzenempfang in der Mehrzweckhalle. Auftreten werden da nur Kindertanzgruppen aus dem Stadtgebiet, denn: „Wir wollen ihnen eine Bühne bieten“, so Hambach. Ob die Räumlichkeiten dann zur Verfügung stehen, weiß er noch nicht, die Antwort der Stadt stehe noch aus.

Bei der KG Bonnem Alaaf wird es zum Auftakt in den Karneval keine eigene Veranstaltung geben. Angedacht ist im Januar zwar ein Kinderkostümfest unter „2-G“ beziehungsweise „3-G-Regel“, eine Durchführung ist jedoch noch ungewiss. Tollitäten wird Bornheim keine haben. Das vom Musikverein Bornheim avisierte Dreigestirn wird erst in der kommenden Session proklamiert werden.

Ob d´r Zooch an Karnevalssonntag kütt, steht ebenfalls noch in den Sternen. „Wir wissen noch nicht, wie wir das finanziell stemmen sollen. Gespräche mit Ortsausschuss, Gewerbeverein und der Stadt kommen noch“, erklärte die Vorsitzende Svena Franzen. Der Walberberger Prinz Wolfgang Hinsen wird am Samstag,13. November um 19.11 Uhr im Landhaus Wieler vorgestellt und zugleich proklamiert. Dort findet auch die Traditionsfete an Karnevalssamstag statt, bei der die Zugteilnehmer zum ersten Mal ihre Kostüme zeigen können. Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Peter Porschen setzt darauf, dass der Zug wie geplant am 28. Februar losgehen kann.