Neu-Lehrerin im Interview Jasmin Katt über ihre erste eigene Klasse in Oedekoven

Jasmin Katt hat ihr Referendariat an der Peter-Petersen- Schule in Köln absolviert. Nachdem sie dieses Ende April beendet hat, übernimmt die 27-Jährige jetzt ihre erste eigene Klasse an der Freien Christlichen Grundschule in Oedekoven

 Jasmin Katt übernimmt an der Freien Christlichen Grundschule ihre erste Klasse.

Jasmin Katt übernimmt an der Freien Christlichen Grundschule ihre erste Klasse.

Foto: Roland Kohls

Freuen Sie sich auf den ersten Schultag?
Jasmin Katt: Ja. Ich werde die Kinder kennenlernen und mit den Eltern das Einschulungsfest feiern. Es ist ja für mich das erste Mal, eine Gruppenleitung zu übernehmen. Das ist meine erste Klasse.

Was verändert sich im Vergleich zum Referendariat?
Katt: Dass man nicht ständig den Druck im Hinterkopf hat, zum Beispiel durch die Prüfung am Ende. Aber man entwickelt sich trotzdem weiter, möchte immer noch weiter lernen und arbeitet selbstständig.

Wie haben Sie sich auf den ersten Schultag vorbereitet?
Katt: Zum einen wurde der Klassenraum noch gestrichen, da ich ein schön sonniges Gelb haben wollte, und etwas umgeräumt, damit der Raum schöner aussieht. Zum anderen habe ich mir natürlich Gedanken über die erste Schulstunde gemacht.

Was werden Sie in ihrer ersten Schulstunde machen?
Katt: Wir werden Namenskärtchen machen und haben zwei große Plakate. Da können die Kinder alles drauf malen, was sie schon können, also Buchstaben, Zahlen. Das kann man sich nach einem halben Jahr wieder angucken und noch einmal machen und dann schauen, was man so gelernt hat. Wir werden uns einfach kennenlernen, vielleicht ein Lied zusammen singen.

Kinder lernen ja grundsätzlich unterschiedlich, es gibt immer stärkere und schwächere Schüler. Wie wollen Sie das unter einen Hut bekommen?
Katt: Da muss man als Lehrerin immer auf die Arbeit des Kindes schauen, immer diagnostizieren und einigen Kindern besser einfachere Aufgaben geben, die zu ihrem Lernstand passen. Auch muss man differenzieren, so dass jedes Kind einen Anforderungsbereich hat, wo es gefordert, aber nicht überfordert ist.

Was ist das Besondere an Grundschulkindern?
Katt: Gerade die Grundschulkinder sind noch begeisterungsfähig. Sie haben das Kind in sich und wollen etwas Neues lernen. Das Ziel ist es, dass man diese Neugierde, diese Begeisterung am Lernen beibehält. Sie sind noch so frisch und so lebendig.

Warum haben Sie sich für den Beruf der Grundschullehrerin entschieden?
Katt: Ich habe früher, als ich klein war, mit meinen Neffen immer "Schule" gespielt und habe ihnen das Rechnen ein bisschen beigebracht. Da hat mein Papa schon immer gesagt: "Du wirst mal Lehrerin." Es macht mir einfach Spaß.

Welche Aufgabe hat die Grundschule für die weitere Laufbahn der Kinder?
Katt: Ich denke, dass sie auf jeden Fall den Grundstein legt für das weitere Lernen. Ganz wichtig ist auch die persönliche Entwicklung des Kindes: Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, dass Kinder sich selber Ziele setzen können, ihren Lernweg reflektieren, also diese ganze Lernkompetenz.

Was ist Ihr Lieblingsfach?
Katt: Sport. Ich mag es einfach, mich zu bewegen. Im Sportunterricht ist so eine Lebendigkeit da. Man erlebt die Kinder ganz anders als im Klassenraum.

Was packen Sie am ersten Schultag denn alles in Ihre Schultasche?
Katt: Ich habe an dem Tag dann wahrscheinlich schon alles hier, was ich brauche. Am ersten Schultag sollen die Kinder erst einmal ankommen. Das Wichtigste ist erst einmal, Beziehungen aufbauen, so dass sich die Kinder wohlfühlen. Wenn die Grundlage gelegt ist, dann starten wir.

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