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Alfter Alanus Hochschule Alfter: Klimaschutzpreis für Team „Färbergarten“

Alfter Alanus Hochschule Alfter : Klimaschutzpreis für Team „Färbergarten“

Das Team „Färbergarten“ der Alfterer Alanus Hochschule erhält den mit 2500 Euro dotierten Klimaschutzpreis von Innogy. Alanus-Dozenten betreuen auch ein zusätzliches Projekt in Malaysia.

Sie erzeugen Farben aus Rosen, Ringelblume und Rotkohl und nutzen sie künstlerisch und pädagogisch. Für ihr Engagement um Nachhaltigkeit wurde das Projektteam „Färbergarten“ der Alfterer Alanus Hochschule am Freitag im Oedekovener Rathaus ausgezeichnet. Bürgermeister Rolf Schumacher sowie Siegbert Kobus und Martina Meyer vom Unternehmen Innogy überreichten dabei den von Innogy ausgelobten mit 2500 Euro dotierten Klimaschutzpreis.

Innogy ist die Tochtergesellschaft von RWE für erneuerbare Energien. Den Klimaschutzpreis vergibt der Konzern an Kommunen, in denen er wirtschaftlich aktiv ist. Ausgewählt hat den Preisträger die Gemeinde Alfter.

Sieben Beete haben die Projektmitarbeiter im vergangenen Frühjahr auf dem Campus II der Hochschule an der Villestraße angelegt – ein Beet pro Farbe. „Wir möchten Klimaschutz nachhaltig multiplizieren“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Corinne Roy, die das Projekt mit Professorin Beatrice Cron koordiniert. Ideengeberin war Hildrun Rolff.

Das Team vermittelt Studierenden in Workshops, wie man aus den Pflanzen Farbe gewinnt, sie mit Lauge oder Säuren verändert und künstlerisch nutzt. Im Mai ist eine Ausstellung mit Kunst aus Pflanzenfarben geplant.

Die Idee bleibt aber nicht nur in Alfter: Die Hochschule hat ebenfalls ein Projekt in Malaysia, bei dem Alanus-Dozenten 30 Studierende betreuen und ihnen ihr Wissen weitergeben. Mit ihrem Färbergarten ist die Hochschule Teil der globalen Netzwerk-Initiative sevengardens, die weltweit landestypische Gärten mit Färberpflanzen anlegt und Workshops anbietet. 2012 wurde die Initiative als offizielle Maßnahme der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Erziehung“ gewürdigt.

Mit dem Preisgeld pflegt das Team nicht nur den Garten weiter, es soll auch ein Kinderbuch mit dem Titel „Der Färberlin“ entstehen. Außerdem möchten die Wissenschaftler die therapeutische Wirksamkeit von Farberzeugung und -gewinnung erforschen.

„Die Menschen staunen immer wieder über die Farbintensität der Pflanzenfarben“, sagte Beatrice Cron: „Die Natur gibt uns ein Spektrum, was stets im Klang harmonisch ist.“ Das Team stellt die Farben CO2-neutral her und möchte die Beziehung zur Natur und ein ökologisches Bewusstsein fördern.

„Ich bin überrascht, wie vielfältig umweltbewusstes Verhalten in puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sein kann“, meinte Martina Meyer von Innogy anlässlich der Preisverleihung. Und Bürgermeister Schumacher zeigte sich „begeistert, was die Natur bietet und was Kreativität ausmachen kann“.