Landtagswahl in NRW Von Rheinbach bis Weilerswist: Das ist der Wahlkreis 27

Rhein-Sieg-Kreis/Kreis Euskirchen · Landtagswahl in NRW: Gleich vier Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis 27 wohnen in Bornheim. Eine Bewerberin kommt hingegen gar nicht aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Dass das möglich ist, hat einen Grund.

 Blick auf Bornheim von der Sankt-Evergislus-Kirche in Brenig. Gleich vier Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis 27 wohnen in der Vorgebirgsstadt.

Blick auf Bornheim von der Sankt-Evergislus-Kirche in Brenig. Gleich vier Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis 27 wohnen in der Vorgebirgsstadt.

Foto: Axel Vogel

Die linksrheinischen Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises bilden einen Landtagswahlkreis. Das war in der Vergangenheit quasi traditionell so, ist aber dieses Mal nicht der Fall. Und das liegt, grob vereinfacht daran, dass die Region weiter wächst.

Aus diesem Grund wurde der Rhein-Sieg-Kreis für die Landtagswahl neu zugeschnitten. Meckenheim und Wachtberg gehören mit Königswinter, Bad Honnef und Teilen Hennefs nun zum Wahlkreis 26.

Der Rest des Linksrheinischen bildet zusammen mit der Gemeinde Weilerswist aus dem Kreis Euskirchen den Wahlkreis 27: Alfter (23 400 Einwohner), Bornheim (48 400 Einwohner), Rheinbach (2900 Einwohner), Swisttal (18 800 Einwohner) und Weilerswist (17 700 Einwohner).

Aus dem Wahlkreis 27 zogen bei der vorherigen Landtagswahl im Mai 2017 gleich zwei Kandidaten in den Düsseldorfer Landtag ein: Oliver Krauß holte für die CDU das Direktmandat. Mit 44,8 Prozent der abgegebenen Stimmen verwies er Folke große Deters (SPD, 26,3 Prozent) deutlich auf Platz zwei. Jörn Freynick holte für FDP 11,0 Prozent, zog aber über die FDP-Liste in den Landtag ein.

Wilhelm Windhuis holte 2017 6,1 Prozent für Die Grünen, Matthias Käding 6,3 Prozent für die AfD. Die Wahlbeteiligung lag 2017 bis 71,2 Prozent. Das Direktmandat aus der Region ist übrigens seit der ersten Landtagswahl im Jahr 1947 bislang immer in CDU-Hand gewesen.

Krauß und Freynick kandidieren in diesem Jahr erneut. Letzterer gehört dabei zum Bornheim-Block. Vier Kandidatinnen und Kandidaten wohnen in der Vorgebirgsstadt. Dazu kommen zweimal Alfter und einmal Rheinbach als Wohnort. Lediglich eine Kandidatin, Iris Lafazanis (Linke), kommt aus Weilerswist, also von jenseits der Kreisgrenze.

Iris Lafazanis (Die Linke, geboren 1964 in Aldenhoven, wohnt in Weilerswist und ist Gebäudereinigerin), Nathalie Sandra Sanchez Friedrich (Die Basis, geboren 1968 in Köln, wohnt in Bornheim und ist Referentin im öffentlichen Dienst) sowie Nastassja Rose-Hallgrimson (Team Todenhöfer, geboren 1977 in Berlin, wohnt in Alfter und ist Leitende Angestellte).

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