Ein Name wird noch gesucht Bücherei Meckenheim/Alfter startet nach den Sommerferien

Alfter/Meckenheim · Die Vorbereitungen laufen mit Hochdruck. Die Bürgermeister beider Kommunen stellten das Personal am Standort in Alfter vor. Doch eine Sache muss noch geklärt werden.

 Das ist das neue Bücherei-Team mit Gesamtleiterin Franzis Steinhauer (2. v.r.). Die beiden Bürgermeister Rolf Schumacher (Alfter, 4. v.r.) und Holger Jung (Meckenheim, 4. v.l.) sind ebenfalls guter Dinge.

Das ist das neue Bücherei-Team mit Gesamtleiterin Franzis Steinhauer (2. v.r.). Die beiden Bürgermeister Rolf Schumacher (Alfter, 4. v.r.) und Holger Jung (Meckenheim, 4. v.l.) sind ebenfalls guter Dinge.

Foto: Axel Vogel

Hier und da ruckelt es noch ein wenig. Und doch laufen die Arbeiten für den gemeinsamen Büchereibetrieb von Alfter und Meckenheim für die beiden Bürgermeister Rolf Schumacher und Holger Jung im Großen und Ganzen ausgesprochen zufriedenstellend. Neues Personal wurde eingestellt, die digitale Gebührenabrechnung wird derzeit vorberereitet. Nach den Sommerferien soll die öffentliche Bücherei mit den beiden Standorten in Meckenheim und Alfter an den Start gehen.

Lesen als „A und O“ für jungen Menschen

Noch fehlt allerdings ein neuer gemeinsamer Name. Ändern soll das ein Wettbewerb, zu dem beide Kommunen alle Bürger einladen. Einsendeschluss für Vorschläge ist Samstag, 1. Juni. „Es ist ein interkommunales Vorzeigeprojekt und zeigt, dass wir ein Problem in schwieriger Zeit lösen konnten. Lesen ist gerade in Zeiten von Tik-Tok für Kinder und Jugendliche das A und O, um demokratische Strukturen zu retten“, betonte Schumacher bei der Vorstellung des neuen Bücherei-Personals in der Bücherei am Hertersplatz. Mit Franzis Steinhauer hat die ehemalige Chefin der Bücherei Alfter die Gesamtleitung des interkommunalen Konstruktes übernommen. Ihr zur Seite stehen drei Mitarbeiterinnen, die sich in Voll- beziehungsweise Teilzeit um Registratur, Ausleihe und Bücherei Veranstaltungen kümmern werden. Zwei Mitarbeiterinnen sind dabei ausschließlich für Meckenheim beziehungsweise Alfter zuständig, damit „die Leser dort feste Ansprechpartnerinnen haben“, erklärte Steinhauer. Schwerpunktmäßig in Meckenheim wird Gunda Möller sein. Die 45-jährige studierte Sprachwissenschaftlerin und Mutter einer sechsjährigen Tochter wohnt in der Grafschaft und arbeitet derzeit noch als Redakteurin einer Online-Plattform. Sie kennt das Büchereiwesen aus ihrer Heimatstadt Flensburg, wo sie als „Bücherkind“ mit Ausleihe und Registratur einer Bücherei zu tun hatte. Mehr in Alfter als in Meckenheim wird Alexandra Wolf anzutreffen sein. Erfahrungen im Büchereiwesen hat die 55-Jährige bereits als Minijobberin der Pfarrbücherei St. Georg Widdig gesammelt. Die gelernte Bankkauffrau hat bereits die ersten neuen Bücher für Alfter angeschafft, die „Zeitschriften für Abos werden angeschrieben“. Neu dabei ist auch Alina Almendinger-Rössing aus Bonn-Duisdorf. Auch die 31-jährige studierte Historikerin bringt Erfahrungen aus dem Bücherei-Alltag mit, war sie doch acht Jahre als Ehrenamtliche in der Duisdorfer Katholischen Öffentlichen Bücherei für den Kinder- und Jugendbereich zuständig.

Zur Zeit laufen die Schulungen

Sie und auch ihre Kolleginnen werden derzeit ebenso wie die Ehrenamtlichen geschult, die einen technisch, die anderen in der Büchereiarbeit. Unterstützung liefern die Fördervereine, die „Buchstützen“ aus Alfter und das erst im April gegründete Pendant „LeseZeichen“ aus Meckenheim. „Viel Kärnerarbeit liegt hinter den Verantwortlichen aus Verwaltung und Ehrenamtlichen, die eine solche Kooperation mit Leben füllen“, betonte Jung. Für den Verwaltungschef der Apfelstadt ist die Entfernung zwischen seiner Stadt und Alfter „überschaubar“. Die neue Büchereichefin, eigentlich eine passionierte Radfahrerin, ist derzeit viel mit dem Auto unterwegs. „Es ist schon eine Herausforderung beide Standorte mit dem Stundenpotenzial zu bewältigen“, stellte die Roisdorferin fest. Dazu kommt noch, dass die Bücherei in Meckenheim personell und strukturell Neuland sind. Dennoch hat sie es geschafft, mit der Bücherei bei den Meckenheimer Kulturtagen am 1. Juni mit einem Tag der offenen Tür dabei zu sein.

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