Neubaugebiet in Alfter Gemeinde reagiert auf Kritik von Anwohnern

Alfter · Anwohner kritisieren die Routen für den Baustellenverkehr zur Erschließung des Neubaugebiets „Olsdorfer Kirchweg II“ in Alfter. Nun hat die Gemeinde reagiert.

 Mit Schildern weist der Rhein-Sieg-Kreis auf die Routen für den Baustellenverkehr zum Neubaugebiet „Olsdorfer Kirchweg II“ hin.

Mit Schildern weist der Rhein-Sieg-Kreis auf die Routen für den Baustellenverkehr zum Neubaugebiet „Olsdorfer Kirchweg II“ hin.

Foto: Matthias Kehrein

Die Verkehrsführung für den Baustellenverkehr zur Erschließung des Neubaugebiets „Olsdorfer Kirchweg II“ wird unter die Lupe genommen. Das teilte Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher in der jüngsten Ratssitzung mit. Es solle kurzfristig eine Verkehrsschau stattfinden, bei der die Anregungen aus der Bürgerschaft Thema sein sollen.

An einer Verkehrsschau nehmen für gewöhnlich die verantwortliche Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde und die Polizei teil. Straßenverkehrsbehörde ist in diesem Fall der Rhein-Sieg-Kreis, Straßenbaubehörde die Gemeinde, im Fall der Kreisstraße 1 (vormals Landesstraße 113) wiederum der Kreis.

Zwei Strecken für den Baustellenverkehr

Wie berichtet, hat der Kreis zwei Routen für den Baustellenverkehr ausgewiesen: Anliefernde Lkw werden von der K 1 (L 113) über die Jakob-Reuter-Straße, Birrekoven, die Steinergasse und die Professor-Hippchen-Straße nach Olsdorf geführt. Abfahrende Lkw fahren über den Tonnenpütz und die Holzgasse zurück auf die K 1.

Dafür wurde der Tonnenpütz ab Professor-Hippchen-Straße in eine hangabwärts führende Einbahnstraße umgewandelt. Ebenso sind auf den betroffenen Straßen punktuell sowie in der kompletten Straße Olsdorf Halteverbote eingerichtet worden.

Mit einem Ratsantrag hatten die Freien Wähler daran erinnert, dass Anwohner Kritik an den Routen geäußert hatten. Ihnen geht es unter anderem um die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern, vor allem Schulkinder, in den engen Straßen, die teils keine Gehwege haben.

Dazu regte Freie-Wähler-Ratsfrau Sandra Semrau an, dass die Halteverbote nachts sowie an Sonn- und Feiertagen nicht gelten sollten. Zugleich kritisierte sie, dass die Verkehrsführung für den Baustellenverkehr sehr schlecht kommuniziert worden sei.

Öffentlicher Spielplatz geplant

Bürgermeister Schumacher räumte ein, dass die Kommunikation nicht gut gelaufen sei, betonte aber zugleich, dass das Straßenverkehrsamt des Kreises die Verkehrsführung anordnet.

Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Olsdorfer Kirchweg II“ zwischen Strangheidgesweg und Olsdorfer Heide wurde bereits in den 1970er-Jahren beschlossen. Anwohner und Teile der Kommunalpolitik kritisieren die Hangbebauung wegen der weiteren Flächenversiegelung und einer befürchteten Zunahme des Autoverkehrs. In dem Bereich soll auch ein öffentlicher Spielplatz entstehen. Die Gemeinde hat das als Ersatz für den demontierten Spielplatz am Strangheidgesweg zugesagt.

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