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Neuer Anlauf für weiterführende Schule in Alfter

Fraktionen beschließen Zeitplan : Neuer Anlauf für weiterführende Schule in Alfter

Die meisten sind sich einig: Alfter braucht wieder eine weiterführende Schule. Die Fraktionen von CDU, SPD, Freien Wählern, FDP und Grünen haben jetzt einen Zeitplan beschlossen.

Den Wunsch nach einer weiterführenden Schule hat die Alfterer Politik noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil: nach vergeblichen Versuchen in den vergangenen Jahren, eine Dependance der Rheinbacher Gesamtschule auf den Weg zu bringen (der GA berichtete), stand das Thema in der jüngsten Ratssitzung per gemeinsamem Dringlichkeitsantrag von CDU, SPD, Freien Wählern, FDP und Grünen wieder auf der Tagesordnung.

„Die Situation der Schüler, die Alfterer Grundschulen besuchen, hat sich seit der Schulentwicklungsplanung 2018 weiter verschärft“, begründen die Fraktionen ihren neuen Anlauf.

Elternbefragungen möglich

Um doch noch eine entsprechende Schule nach Alfter zu holen, geben die Parteien – gegen die Stimmen der UWG (eine Nein-Stimme, eine Enthaltung) – der Verwaltung nun einen ausgesprochen eng getakteten Zeitplan zur Abarbeitung notwendiger Maßnahmen an die Hand.

Sind Elternbefragungen im Vorfeld notwendig? Wenn ja, in welchem Stadium der Vorbereitung? Oder reichen Schul- und Bevölkerungsstatistiken aus? Das sind einige der Fragen, die in Gesprächen mit der Bezirksregierung Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis zügig geklärt werden sollen.

Anfragen in Bonn und Bornheim

Außerdem soll eruiert werden, ob die Städte Bonn und Bornheim eine Schulgründung in Alfter definitiv unterstützen würden. Zahlen über die Schülerentwicklung soll ein anlassbezogener Schulentwicklungsplan liefern, der bis zu den Sommerferien 2022 vorgelegt werden muss.

Aber auch die Politiker wollen mehr über Möglichkeiten schulischer Ausbildung wissen. Daher sollen ausgewiesene Experten im Beisein der Schulpflegschaften aller drei Alfterer Grundschulen über Themenbereiche wie Berufsorientierung, Schulübergänge und Inklusion berichten.

Bedarf ist groß

Klar ist für die Antragsteller, dass der Bedarf an einer weiterführenden Gesamtschule in der Region groß ist. Unter diesen Prämissen wurde der Umbau der ehemaligen Hauptschule in Oedekoven auch in Angriff genommen.

Bisher besuchen Alfterer Kinder nach den vierten Klassen weiterführende Schulen in Bonn, Bornheim und Brühl. „Das wird zunehmend schwieriger, weil Kapazität und Bereitschaft zur Aufnahme unserer Schüler offenbar geringer werden“, so die Politiker. Daher sei es in dieser Situation wichtig, dass die Gemeinde aktiv werde, um eine bedarfsgerechte Versorgung in den Sekundarstufen I und II sicherzustellen – als Voraussetzung für einen geordneten Schulbetrieb.