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Impekovener Ortsgeschichte: Ollig nimmt Denkmalplakette für Betonkirche entgegengenommen

Impekovener Ortsgeschichte : Ollig nimmt Denkmalplakette für Betonkirche entgegengenommen

Pfarrer Rainald Ollig hat im Oedekovener Rathaus die Denkmalplakette für die Impekovener Betonkirche entgegengenommen. Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für das Gotteshaus in Alfter gelegt.

Nachdem die Impekovener Kirche Sankt Mariä Heimsuchung im Februar in die Denkmalliste der Gemeinde Alfter aufgenommen wurde, überreichten nun die Verantwortlichen die dazugehörige Denkmalplakette mit dem Wappen Nordrhein-Westfalens an den leitenden Pfarrer Rainald Ollig. Dieser nahm sie stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft Alfter am Donnerstag im Oedekovener Rathaus entgegen. „Unsere Burg ist unser Gott“ war eine Formulierung, die während der kleinen Feierstunde immer wieder fiel.

Damit schloss auch Bürgermeister Rolf Schumacher seine Rede zur Bedeutung des als Betonkirche bekannten Impekovener Wahrzeichens ab. Mit ihr assoziiere man nicht nur Stärke, so Schumacher, sondern mit Blick auf ihren modernen Versammlungsraum im Innenbereich ebenso Offenheit und Freiheit. Der Bürgermeister erklärte auch, dass ihm eine Kirche als Burg zwar fremd sei, dennoch könne dieses Bild aber als Mahnmal fungieren – erinnernd an Zeiten, in denen die Kirche und ihre Mitglieder sich verstecken mussten.

Innenraum symbolisiert Offenheit und Freiheit

Es wurde ein Brief von Helmtrud Köhren-Jansen verlesen, der Leiterin der Abteilung Inventarisation beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Es sei außergewöhnlich und eine Ehre, dass eine Nachkriegskirche im Stile des verschrieenen „Betonbrutalismus“ in die Liste der Denkmale aufgenommen und so gewürdigt werde, schrieb sie. Pfarrer Ollig bestätigte, dass dies auch in der Gemeinde eine „Seltenheit und ein Novum“ darstelle und die Impekovener nach anfänglicher Skepsis stolz auf das Bauwerk seien. Sankt Mariä Heimsuchung befände sich nun in bester Gesellschaft, da „fast alle Kirchen der Gemeinde Alfter, sowie deren Pfarrhäuser und Büchereien Denkmäler sind“, sagte Ollig. Diese Ehre sei vor allem der „unermüdlichen Unterstützung der lebendigen Gemeinde“ zu verdanken.

Der Grundstein für das Gotteshaus an der Ecke Engelsgasse/Oberdorf war vor 50 Jahren, am 14. Juli 1968, gelegt worden. An Heiligabend im Jahr 1969 feierten die Impekovener dort den ersten Gottesdienst. Der renommierte Kölner Architekt Gottfried Böhm, der im Januar seinen 98. Geburtstag beging und aus Altersgründen bei der Übergabe der Plakette nicht dabei war, hatte die Kirche als Monolithen, als Baukörper aus einem Stück, ähnlich einem Bergkristall, entworfen.