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Verkehr in Alfter: Politik besteht auf Kreisel in Impekoven

Verkehr in Alfter : Politik besteht auf Kreisel in Impekoven

Die Kreuzung Ahrweg/Kramersbruch/Im Klostergarten wird weiter als gefährlich erachtet. Der Rhein-Sieg-Kreis lehnt einen Umbau jedoch bisher ab.

An der Kreuzung Ahrweg/Kramersbruch/Im Klostergarten muss sich etwas tun. Darüber besteht im Alfterer Gemeinderat kein Zweifel. Einstimmig folgte das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung einem Antrag von CDU und SPD. Dessen Inhalt: Die Gemeindeverwaltung soll sich erneut mit dem Rhein-Sieg-Kreis zusammensetzen, um die Sicherheit an der Kreuzung in Impekoven zu erhöhen – „und dies insbesondere durch einen Kreisverkehr im Kreuzungsbereich realisieren“, wie es wörtlich im Antrag von Union und Sozialdemokraten heißt.

Dass die Kreisverwaltung mit von der Partie ist, kommt daher, dass der Ahrweg als Kreisstraße 12 im Zuständigkeitsbereich der Verwaltung im Siegburger Kreishaus liegt. Der Vorstoß der beiden Fraktionen ist nicht der erste seiner Art. Zuletzt stand die Sicherheit an der Straßenkreuzung 2012 auf der politischen Tagesordnung. Im Juni 2012 hatte es dort gleich zwei Unfälle gegeben.

Der Kreis hatte damals aber keinen Handlungsbedarf gesehen – aus Sicht des Kreises sowie aus Sicht der Polizei lägen keine Werte für eine auffällige Unfalllage vor, hatte es von der Kreisverwaltung geheißen. Zwar könne dort ein Kreisel gebaut werden, dann müsste die Gemeinde aber die Kosten tragen. Damals war in diesem Zusammenhang von 75 000 Euro bis 250 000 Euro die Rede, je nach Ausführung und Größe, zusätzlich der Planungskosten.

„Auch fünf Jahre später müssen wir leider feststellen, dass die Kreuzung nach wie vor eine große Gefahr darstellt und es immer wieder zu problematischen Verkehrssituationen kommt“, haben nun CDU und SPD in ihrem Antrag geschrieben.

Dies liegt nach Ansicht der Fraktionen neben der erlaubten Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf dem Ahrweg daran, dass der Bereich unzureichend beschildert ist und die Sicht durch Hecken und Bäume teilweise schlecht ist. Überdies gehe man davon aus, dass das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren gestiegen sei, so CDU und SPD. Die Fraktionen rechnen zudem mit noch mehr Verkehr durch Baumaßnahmen im Alma-Einkaufspark sowie durch die Errichtung des Campus' der Freien Christlichen Schulen Bonn/Rhein-Sieg am Klostergarten.

Die Situation an der Kreuzung habe sich nicht verbessert, sondern verschlechtert, sagte Barthel Schölgens (CDU) in der Ratssitzung. Auch sprach er sich für eine neuerliche Verkehrszählung aus. Vertreter anderer Fraktionen pflichteten ihm bei. Die Auswirkungen des Schulneubaus müssten in die Überlegungen einbezogen werden, sagte Bolko Graf Schweinitz (Freie Wähler). „Unsere Auffassung ist, dass da ein Kreisel hin muss“, meinte Wilhelm Windhuis für die Grünen.