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Schäden an der Impekovener Kirche: Verursacher von Vandalismus stellen sich

Beschädiungen an der Impekovener Kirche : Verursacher von Vandalismus stellen sich

Die Verursacher der Schäden an der Impekovener Kirche St. Mariä Heimsuchung haben sich gestellt. Daraus hat der Kirchenvorstand Konsequenzen gezogen.

Die Verursacher der jüngsten Schäden an der Impekovener Kirche St. Mariä Heimsuchung haben sich gestellt. Nach Angaben von Ortsvorsteherin Ilse Niemeyer handelt es sich um drei junge Impekovener. Aus Gründen des Personenschutzes ging Niemeyer, die auch stellvertretende Vorsitzende des Kirchbauvereins ist, nicht näher auf die Personen ein. Sie hätten sich beim Vorstand des Kirchenbauvereins gemeldet und sich zu den Beschädigungen bekannt.

Wie berichtet, waren vor einigen Tagen Schlösser von Eingangstüren der Kirche mit Fensterkitt verklebt worden. Der Kitt war eigentlich zur Reparatur eines Sakristei-Fensters gedacht, das wiederum einige Tage zuvor durch Schneebälle zerstört worden war.

Mit Plakaten nach den Tätern gesucht

Der Kirchenvorstand hatte Anzeige erstattet, Mitglieder des Kirchbauvereins hatten wiederum an zentralen Stellen im Ort Plakate auch mit Fotos der Beschädigungen aufgehängt und nach Zeugen gesucht. „Dieser Aufruf sollte gleichzeitig den Tätern verdeutlichen, dass Zerstörungen des Gemeinguts nicht akzeptiert werden und dazu führen können, den Dorffrieden nachhaltig zu stören“, sagte Niemeyer dem General-Anzeiger. 

Viele Impekovener hätten erst durch die Berichterstattung im General-Anzeiger und die Plakate von den Beschädigungen erfahren und sich entsetzt über die Zerstörungen an der unter Denkmalschutz stehenden Kirche gezeigt. „Vielleicht ist es ein Sieg des schlechten Gewissens, das dazu führte, dass die Verursacher sich meldeten“, mutmaßte die Ortsvorsteherin.

Anzeige zurückgezogen

Jedenfalls hätten sich die jungen Impekovener reumütig gezeigt und erklärt, für den entstandenen Schaden mithilfe ihrer Eltern aufkommen zu wollen. Um den Jugendlichen dauerhaften Schaden zu ersparen, habe sich der Kirchenvorstand dazu entschieden, die Anzeige bei der Polizei zurückzuziehen.

Weiter äußert Niemeyer die Hoffnung, dass die Menschen im Ort auch künftig einen wachsamen Blick auf Dorf und Kirche haben. Die Kirche St. Mariä Heimsuchung, im Volksmund auch Betonkirche genannt, wurde Ende der 1960er Jahre nach Plänen des berühmten Architekten Gottfried Böhm gebaut. Seit 2018 steht sie unter Denkmalschutz.