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Lernen und Betreuung: Schüler OGS in Witterschlick weichen in Container aus

Lernen und Betreuung : Schüler OGS in Witterschlick weichen in Container aus

Die OGS in Witterschlick braucht dringend mehr Platz. Bis ein neuer Anbau steht, weichen die Kinder für ein Jahr in Modulklassenzimmer aus. Jetzt wurden die Container angeliefert.

Die Offenen Ganztagsschule (OGS) der Gemeinschaftsgrundschule Witterschlick (GGS) platzt aus allen Nähten. Daher ist ein Anbau mit insgesamt drei neuen Räumen unverzichtbar geworden, in den künftig das Betreuungsangebot der OGS stattfinden soll. Die Bauzeit wird nach Angaben von Maryla Günther, Sprecherin der Gemeinde Alfter, etwa ein Jahr dauern. Kostenpunkt: 1,35 Millionen Euro, inklusive Baunebenkosten. Der Gemeinderat hatte am 14. September vergangenen Jahres für die Erweiterung gestimmt. Aktuell besuchen 239 Schüler die GGS Witterschlick, davon gehen 136 Kinder in die OGS.

Bis der Anbau fertig ist, ziehen die Grundschüler in Container. Am Dienstagmorgen um 7 Uhr wurden insgesamt vier Containerklassenräume plus ein Container mit Sanitäranlagen angeliefert. Der Aufbau erfolgte auf dem Parkplatz der Schule, weshalb die Fläche gesperrt wurde und es zu temporären Behinderungen auf der Pastoratsgasse kam. Auf der Adolphs-gasse galt – auch in den Parkbuchten – ein Halteverbot. Des Weiteren konnten die Fußwege zeitweise wegen des notwendigen Rangierens von Lkw und Kran, nicht benutzt werden (der GA berichtete). Weil der Schulparkplatz für die Pkw der Lehrer ab sofort nicht mehr zur Verfügung steht, gibt es laut Günther für den Übergang „eine Ausweichlösung“, die sie allerdings nicht konkretisieren will.

„Je drei Container werden zu einem Klassenraum verbunden. Der Boden erhält einen Linoleumbelag, die Wände sind weiß gestrichen und eine Akustikdecke ist vorhanden. Zudem wird in jedem Klassenraum eine mit Warmwasser versorgte Waschbeckeneinheit vorhanden sein“, erklärt Günther auf Anfrage des GA. Bis zum Schulbeginn am 29. August muss alles fertig sein.

Container mit Sanitäranlagen

Etwa 25 Kinder pro Klasse werden in den Containern Platz finden. Damit die Jungen und Mädchen nicht von den Containern zu den Sanitäranlagen der Schule laufen müssen, hatte die Schulleitung den Wunsch, einen zusätzlichen Container mit Toiletten und Waschmöglichkeiten aufzustellen. „Hinzu kommt, dass die vorhandenen Außentoiletten im Altbau für die Pausen während der Bauzeit nicht verfügbar sind, sodass mit dem Sanitärcontainer die entfallenden Toiletten kompensiert werden“, ergänzt die Gemeindesprecherin.

Neben dem geplanten Anbau soll laut Verwaltungsvorlage „die für den Essens- und Geschirrtransport zur Küche im OGS-Gebäude unabdingbare Barrierefreiheit über einen Aufzug erreicht werden“. Die Gemeindeverwaltung prüft noch, „ob aus dem Fördertopf der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) „Barrierearme Stadt“ Fördergelder beantragt werden können.

„Aktuell laufen die Jahrgangsstufen eins bis drei bereits dreizügig – woraus sich eine anhaltend positive Tendenz ableiten lässt. Die langfristigen Prognosezahlen werden aktuell über den beauftragten Schulentwicklungsplan, der den Gremien im Herbst 2018 vorgelegt wird, beziffert. Auch im Hinblick auf das geplante Witterschlicker Neubaugebiet im Buschkauler Feld ist es Aufgabe der Gemeinde, die Bildungsinfrastruktur zur Verfügung zu stellen“, erklärt Günther.