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Ostern in der Region: Wie die Gemeinden den Christen den Gottesdienst ermöglichen

Ostern in der Region : Wie die Gemeinden den Christen den Gottesdienst ermöglichen

Ostern ist das wichtigste christliche Fest. Deshalb gehört für die meisten Christen der Besuch eines Gottesdienstes zum Fest dazu. In der Pandemie gehen die Gemeinden im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis unterschiedliche Wege, um ihren Mitgliedern das zu ermöglichen.

Meckenheim: Die evangelische Kirchengemeinde Meckenheim verzichtet schon seit Monaten auf Präsenzgottesdienste. Die Regelung, die Weihnachten schon galt, bleibt auch über Ostern bestehen. „Wir haben das im Presbyterium bewusst entschieden – aus der Verantwortung heraus, die wir auch nach außen hin übernehmen“, sagte dazu Pfarrer Mathias Mölleken. Die digitalen Angebote und die Gottesdienste am Küchentisch gibt es weiterhin über die Gemeindehomepage www.meckenheim-evangelisch.de. Dazu kommt ein Abendmahl „to go“ unter dem Titel „Grünndonnerstag Mahl anders“ mit einer Anleitung zur Andacht, Brot und Traubensaft.

Für die Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft Meckenheim findet laut Pastoralbüro alles wie geplant statt, inklusive Präsenzgottesdiensten. Allerdings gelten dabei umfangreiche Hygieneregeln, eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Vor allem die Veranstaltungen in der Hauptpfarrei seien schnell ausgebucht, teilt die Gemeinde mit. Neben einer Liste aller Gottesdiensttermine finden die Gläubigen am Ostersonntag um 11 Uhr auf www.katholische-kirche-meckenheim.de daher eine Übertragung der heiligen Messe aus Sankt Johannes der Täufer.

Rheinbach: Die katholische Kirchengemeinde Rheinbach plant bisher ebenfalls Präsenzgottesdienste. „Ich hoffe, dass es dabei bleiben kann“, so der leitende Pfarrer Bernhard Dobelke. Die unterschiedlichen Angebote über die Ostertage sowie Links zur Anmeldung finden die Gemeindemitglieder auf www.katholische-kirche-rheinbach.de in der Rubrik „Aktuelles“. Darunter sind ein Kinderkreuzweg an der Waldkapelle an Karfreitag um 11 Uhr sowie eine Feier an der Waldkapelle an Ostersonntag um 6 Uhr.

Die evangelische Gemeinde Rheinbach lädt ihre Gläubigen über die Ostertage dagegen nur virtuell in die Gnadenkirche ein. „Angesichts der hohen Infektionszahlen und von Gemeindemitgliedern, die deutliche Ängste geäußert haben, haben wir uns zur Absage der Präsenzgottesdienste entschieden“, erläuterte Pfarrer Diethard Römheld. „Wir werden fast alle Gottesdienste per Zoom anbieten und so auch gemeinsam das Abendmahl feiern.“ Ein Angebot, das, wie Römheld betont, ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen, die die Technik betreuen, nicht möglich wäre.

Für die Teilnahme an den Zoom-Gottesdiensten ist aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung unter rheinbach@ekir.de nötig. An Karfreitag sind die Gemeindemitglieder außerdem eingeladen, in Eigenregie einen Kreuzweg zu gehen. Die Audio-Begleitung für den Weg, der unter anderem zur Waldkapelle führt, und alle Informationen zu den Gottesdiensten gibt es auf www.ev-kirchengemeinde.de.

Swisttal: Mit den zu Weihnachten erprobten Maßnahmen planen die Gemeinden im katholischen Seelsorgebereich Swisttal auch Ostern Präsenzgottesdienste. „Wenn nicht noch ein Verbot für die Gottesdienste erfolgt, werden wir sie auch feiern“, so Pater Marek Madej. Der Plan mit den Zeiten und Orten ist in den Pfarrnachrichten auf www.katholisch-in-swisttal.de zu finden. Zusätzlich werden an Karfreitag um 15 Uhr, Ostersonntag um 18 Uhr und Ostermontag um 10.30 Uhr Gottesdienste über den Youtube-Kanal der Gemeinde übertragen.

Für die evangelische Gemeinde in Swisttal teilte Pfarrerin Claudia Müller-Bück mit: „Wir hatten vorher schon entschieden, dass wir bei einem Inzidenzwert von über 60 in Swisttal keine Präsenzgottesdienste anbieten.“ Damit wird Ostern über virtuelle Angebote gefeiert. Die Gemeinde lädt beispielsweise für Gründonnerstag um 19 Uhr zum Zoom-Gottesdienst mit Vorstellung der Konfirmanden ein. Notwendig ist eine Anmeldung per E-Mail an claudia.mueller-bueck@ekir.de. Informationen zu weiteren Gottesdiensten unter www.ev-kirche-swisttal.de.

Bornheim/Alfter: Die katholischen Gemeinden im Seelsorgebereich Bornheim-Vorgebirge bleiben beim Präsenzangebot. Das bestätigte Pfarrer Matthias Gester. Er ergänzte: „Solange es keine Absage von Seiten des Erzbistums gibt.“ Zusätzlich werden einige Gottesdienste beispielsweise aus der Jugendkirche, Hersel und Roisdorf, im Internet übertragen. Gottesdienstzeiten, Anmeldemöglichkeiten und Informationen zu weiteren digitalen Angeboten stehen auf www.kath-kirchen-bornheim.de.

Die evangelische Gemeinde im Vorgebirge hat ihre Entscheidung erst am Anfang der Karwoche getroffen. Sie verzichtet auf Präsenzgottesdienste in den Kirchen, lädt aber die Gläubigen zu einigen Open-Air-Gottesdiensten ein, beispielsweise am Karfreitag um 11 Uhr in Hemmerich und am Sonntagmorgen um 5 Uhr in Bornheim. Andere Gottesdienste wie die Abendmahlfeier an Gründonnertag bietet die Gemeinde über Zoom an. Eine Liste aller stattfindenden Gottesdienste sowie weitere Informationen stehen auf www.vorgebirge.ekir.de.