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Renovierung abgeschlossen: Alte Kirche in Bornheim ist wieder nutzbar

Renovierung abgeschlossen : Alte Kirche in Bornheim ist wieder nutzbar

Die Kirche in Bornheim kann wieder für Messen genutzt werden. Mit einem festlichen Erntedank-Gottesdienst eröffnet das frisch renovierte Gotteshaus.

Freude und Dankbarkeit herrschte am Erntedank-Sonntag beim Open Air-Gottesdienst der evangelischen Versöhnungskirche in Bornheim. Denn Pfarrer Dieter Katernberg dankte nicht nur Gott für seine Gaben und dass „wir immer viel zu essen haben“, sondern auch Ehrenamtlichen, die sich in verschiedenen Funktionen ins Gemeindeleben einbringen oder sich engagiert haben, sowie den Vertretern unterschiedlicher Gewerke sowie Architektin Ilsetraut Popke, die sich in den vergangenen eineinhalb Jahren liebevoll um die historische Restaurierung der „Alten Kirche“ gekümmert haben.

Besondere Worte des Danks hatte Katernberg denn auch für Presbyterin und Projektleiterin Lene Wahl, denn „auf unserer Seite hätte nichts funktioniert, wenn sie es nicht in die Hand genommen hätte“. Mit Bedauern entpflichtete Katernberg bei der Gelegenheit auch Presbyterin Dorothea Geffert, die nach 20 Jahren ihr Amt an ihre Nachfolgerin Marit Meyer-Wilkens weiterreichte.

In seiner Predigt wies Katernberg noch einmal auf die Bedeutung von Erntedank hin und machte deutlich, dass Corona gezeigt habe, dass es auch anders sein könne. „Im April waren die Nudel- und Toilettenpapierregale leer. Da wurde uns bewusst, dass nicht immer alles da ist“. Stolz und zufrieden zeigte sich Katerberg mit der gelungenen Sanierung der Alten Kirche, die „eine Herausforderung für Handwerker und auch die Gemeinde war“.

Nach dem Gottesdienst wurden Kirchenkelch, Kreuz, das Original-Taufbecken aus dem Jahr 1863, dem Baujahr des Gotteshauses, Kerzenständer und Osterkerze unter den Klängen des Posaunenchores und gemeinsam mit den Gläubigen in die Alte Kirche getragen, „um den Altar wieder einzudecken“, wie Katernberg den vielen Zuhörern erklärte.

Als besonders schön empfindet Thomas Kiereck die Alte Kirche nach der Fertigstellung. Er hat zum historischen Kirchlein eine ganz besondere Beziehung, hat er doch dort 2002 geheiratet. „Ich muss mir den Innenraum aber noch einmal in Ruhe ansehen“. Als eine der ersten hat Astrid Fuchs-Danckert schon in der vergangenen Woche die strahlende Außenfassade und die neuen Fliesen bewundern können. „Denn wir haben hier die Taufe meines Enkelkindes gefeiert. Besonders toll finde ich die Anordnung der Bänke“.

Großes Lob für die

Einhaltung der Baukosten

Ausdrücklich lobte Presbyter und Kirchmeister Jens Meyer-Puttlitz die Einhaltung der veranschlagten Kosten. Nur 20 000 Euro mehr als die vorgesehenen 680 000 Euro muss die Gemeinde für die Komplettsanierung ausgeben. „Und das trotz Corona und einer damit auftretenden Verzögerung. Die zusätzlichen Ausgaben entstanden allerdings durch Reparaturen, die im Laufe der Sanierung aufgetreten sind, wie zum Beispiel die Erneuerung der Fliesen“.

Das erste Konzert nach der umfangreichen Erneuerung ist für Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr, geplant. Dann spielt Barbara Klinkhammer auf dem Cembalo – passend zur Alten Kirche – mit „Die Welt aus den Fugen“ Werke von Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Wilhelm Friedrich.